Der Schulverbandsvorsitzende Bürgermeister Karl-Heinz Kandler machte im Schulverbandausschuss kein Hehl aus seiner Meinung, die Schule in Neubrunn schließen zu wollen. Er will den Gemeinderat auffordern, sich nicht mehr gegen die Schließung des Schulstandortes Neubrunn zu sperren. Kandler sieht wegen immer weiter sinkender Schülerzahl (aktuell 73, im Vorjahr noch 88) dringenden Handlungsbedarf. Auch aus organisatorischen Gründen mache es Sinn, die derzeit vier Klassen (darunter zwei gemischte Klassen) alleine in Kirchlauter zu unterrichten. Die Klassen 1/2 A und 1/2 B sind derzeit im Schulhaus Neubrunn untergebracht und die Klassen 3 A und 4 A im Schulhaus Kirchlauter.
Der Schulverbandausschuss, der aus den Bürgermeistern von Kirchlauter und Breitbrunn besteht, hat nun den Haushaltsplan für 2018 beschlossen. Er schließt im Verwaltungshaushalt mit 68 300 Euro und im Vermögenshaushalt mit 24 000 Euro ab. Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Schulverbandsumlage mit 58 050 Euro und die Entnahme aus der Rücklage mit 7500 Euro.
Im Verwaltungshaushalt stehen unter anderem als Ausgaben Mieten und Pachten für das Schulhaus Kirchlauter (10 000 Euro) und die Bewirtschaftung der Grundstücke und Gebäude (21 000 Euro). Im Vermögenshaushalt stehen unter anderem die Ausgaben für die Neuausstattung der Lehrerzimmer mit 12 000 Euro und der Kauf von 50 Stühlen für 2500 Euro.


795,21 Euro pro Schüler

Der nicht gedeckte Bedarf beträgt 58 050 Euro - geteilt durch 73 Schüler ergibt sich eine Verwaltungsumlage pro Schüler von 795,21 Euro. Kirchlauter hat 49 Schüler und zahlt somit 38 965 Euro. Die Gemeinde Breitbrunn muss für ihre 24 Schüler 19 085 Euro aufwenden. gg