Bevor sich die Türen des Kinder- und Jugendkulturzentrums in der "Alten Spinnerei" für immer schließen, geht es noch einmal so richtig rund. Am 14. und 15. Dezember wird der musikalische Abschied und Abbruch in den heiligen Hallen des Juz zelebriert. Beginn jeweils um 19 Uhr.

Unter dem Motto "Alte Spinnerei rockt zum letzten Mal" stehen am Freitag, 14. Dezember, die Gruppen "He Told Me To" aus Coburg, "Waste" aus Bayreuth, "Angiz" aus Kronach sowie "Mi Fisto" und "Blind Man's Buff" aus Kulmbach auf der Bühne. Die fünf Bands verbindet alle ihre eigene Geschichte mit der "Alten Spinnerei" - der erste große Auftritt, die erste CD-Produktion, Proben in der Bandschmiede oder auch eine persönliche Bindung der Bandmitglieder als Konzertbesucher, Mitarbeiter oder FSJler.

"He Told Me To" steht für eingängigen Indie-Pop. Ein Soloprojekt - aus der Not geboren. Als er sich nach der krankheitsbedingten Absage seiner Bandkollegin alleine auf der Bühne der "Alten Spinnerei" wiederfand, wurde aus dem Gitarristen Sandro Weich ein Singer-Songwriter. Der Coburger Musiker tauschte die Band gegen eine Loop-Station und begann seine eigene musikalische Reise in gepflegter Do-It-Yourself-Manier.

Zu "Waste" gehören Steffen Krafft (Vocals/Keys), Christopher Horn (Guitar), Christopher Landmann (Bass) und Tom Stapelfeld (Drums). Zusammen ergeben sie eine Pop-Mixtur mit roher, authentischer Überzeugungskraft.

Die Jungs von "Angiz" sorgen mit ihrem Rock-Pop-Sprechgesang für eine schweißtreibende und ekstatische Live-Show, die niemanden stillstehen lässt. Die bis ins letzte Detail durchdachten und oftmals vor Ironie strotzenden Texte befassen sich mit allem, was das Leben so bietet.

Mal aggressiv, mal ruhig

Mal aggressiv, mal ruhiger, aber immer nachdenklich und tiefsinnig. Nur einige Adjektive, die die Musik der Kulmbacher Band "Mi Fisto" beschreiben. Mit ihren Texten beleuchten sie die Schattenseiten des menschlichen Daseins.

Nach mehreren Besetzungswechseln steht die Band jetzt mit Nicolas Peter (Vocals), Melvin Mattes (Gitarre, Backing Vocals), René Gruhl (Gittare, Keys), Moritz Göß (Keys), Ferdinand de Fallois (Bass) und Niklas Müller (Drums) auf der Bühne.

"Blind Man's Buff" ist eine junge Band aus Kulmbach, deren Genre wohl am besten als Punk und Rock einzuordnen ist. Musikalisch zeichnet sie sich zum einen durch eine durchdachte Auswahl an stimmungsvollen Gassenhauern aus. Zum anderen tüfteln die fünf Kulmbacher aber auch an eigenen Songs, die musikalisch sehr vielseitig sind. "Blind Man's Buff" bestehen aus Nils (Vocals), Tobi (Bass), Moriz (Lead-Guitar), Musti (Rhythm-Guitar) und Julian (Drums).

Am Samstag, 15. Dezember, scheppert es dann richtig. Unter dem Motto "Schepper-Core - support your Metal Scene" lassen es die Local-Heroes "Lions from Alaska" und "Devilizer" krachen und bitten dazu noch "Infected Authoritah" aus Lichtenfels und "Kafkaesque" aus Nürnberg auf die Bühne. Thrash Metal und Core sind garantiert.

"Meddl auf die Fresse!"

Die Gruppe "Devilizer" feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen, seit 2016 spielen sie in der aktuellen Besetzung. Ihr Stil (wie der Franke sagen würde): "Meddl auf die Fresse!" Die klassischen Metal-Elemente stehen im Vordergrund. Doch auch vor Experimenten mit Streichern, Bläsern und einem Pianisten schrecken die Kulmbacher nicht zurück. Die Songs handeln vom Scheitern und werden durch eine progressive Spielweise unterstrichen. "Devilizer" sind: Vincent de Fallois (Guitar), Philipp Rösch (Bass, Vocals), Niklas Müller (Vocals, Guitar) und Philipp Sesselmann (Drums).

"Kafkaesque" bieten delikate Ohrwurm-Refrains, serviert auf einem soliden Fundament experimentell-treibender Mosh-Beats. Dazu gaumenkitzelnde deutschsprachige Texte, die nur allzu gerne gesellschaftliche Missstände aufs Korn nehmen. Mitglieder der Band sind Kristina Wolf (Vocals), Moritz Kiesewetter (Vocals), Felix Kiesewetter (Guitar), Max Freist (Guitar), Albert Mathe (Bass) und Alex Schulz (Drums).

"Wir machen eben das, was uns Spaß macht, und das nicht zu knapp", sagen Christopher Zillig, Tobias Gold, Daniel Rottenbach, Stefanie Hauber und Andreas Scherzer von "Infected Authoritah". Was zu beweisen wäre.

Texte voller Emotion

Hinter dem Namen "Lions from Alaska" schließlich verbirgt sich eine New-Wave-Hardcore-Band aus Kulmbach, die ihren Sound mit kraftvollen Breakdowns vermischt und mit sozialkritischen sowie emotionsgeladenen Texten untermalt. Mitglieder der Band sind Tizian (Vocals), Manuel (Guitar, Vocals), Daniel (Guitar), Bü (Bass) und Marcel (Drums). red