Zum 17. Tafelkonzert mit Thomas Fink hatte der Rotary-Club in die evangelische Kirche in Herzogenaurach eingeladen. Alfred Sammetinger hatte als Präsident des Rotary-Clubs die Ehre, Thomas Fink anzukündigen. "Es ist mir eine große Freude, mit ihnen großartige Musik zu hören", äußerte er an die zahlreichen Zuhörer gewandt.

Sein ganz besonderer Dank ging an den Lokalmatador Thomas Fink, der zum wiederholten Mal für die Veranstaltung verantwortlich zeichnete. Für ihn wurde sogar der Flügel extra gestimmt. Da auch der Flügel unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, konnte der Reinerlös des Abends eins zu eins an die Herzogenauracher Tafel gehen. Auch der Überschuss aus dem Getränkeverkauf geht an die Tafel.

Nach den einführenden Worten konnten die Musiker loslegen. "Die heizen mir so ein", so Fink schmunzelnd nach dem ersten Stück, "Don't get around much anymore" von Duke Ellington. Genauso gut kamen "Satin Doll" und "Wave" bei den Zuhörern an.

Auch in diesem Jahr hatte sich Fink mit Norbert Nagel einen hochkarätigen Partner für das Konzert geholt. Aus Vilseck stammend, studierte Nagel am Nürnberger Konservatorium Klarinette und ist als Komponist und Arrangeur, vor allem in Big Bands, gefragt und zusätzlich als Studiomusiker für zahlreiche Künstler tätig.

"Der Coolste von allen"

Nagel hatte Fink schon in seiner Jugendzeit als Musiker erlebt, als er am Klavier unglaubliche Akkorde spielte, und stellte sich die Frage: "Was ist denn das für ein Typ?". Später sagte er über den Mann am Klavier: "Er ist der Coolste von allen!" Im Konzert war das Multitalent Nagel an Saxofon, Klarinette und Querflöte zu hören. Bei "Honeysuckle Rose" griff er auch zur Bassklarinette.

Zur Unterstützung hatten sich Fink und Nagel noch Norbert Meyer-Venus am Bass und Werner Treiber am Schlagzeug mit ins Boot geholt. Das Zusammenspiel funktionierte wie am Schnürchen, zur Freude der Zuhörer. "Obwohl wir nicht geprobt haben, erfassen die sofort, was ich meine, obwohl die noch so jung sind", scherzte Fink, mit 83 Jahren der Senior in der Truppe.

Unter Beweis stellten sie das bei "Take Five", bekannt durch Dave Brubeck, eine Komposition von Paul Desmond, oder "My foolish heart" von Victor Young. "Es ist fast nicht zu verstehen, dass Leute so gut spielen können", meinte Fink nur.

Auch in der zweiten Hälfte merkte man den Akteuren den Spaß am Musizieren an. Aber diese Musik geht nur so gut, wenn man eine passable Rhythmusgruppen im Hintergrund hat, das war sicherlich jedem der Anwesenden klar. Und so kamen auch Stücke wie "You are the sunshine of my life" und "As Time goes by" bei den Anwesenden sehr gut an. Gefallen hat es den Zuhörern auf jeden Fall, wie der Applaus zeigte. Jeder freut sich schon auf die nächste Gelegenheit, Thomas Fink und seine Mitspieler zu hören.