Der Kindergarten platzt aus allen Nähten. Deshalb beschäftigte sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montagabend mit der Belegungssituation. Auslöser war ein Schreiben des Trägers, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

Träger erteilt Absagen

Darin stand, dass ab Januar 2020 keine Kinder mehr aufgenommen werden könnten. Sie erhielten Absagen und man möge sich an die Gemeinde wenden. Ab September 2020, dem Beginn des Kindergartenjahres, könnten nur noch elf Plätze zur Verfügung gestellt werden.

"Eine Lösung wäre die Großtagespflege", sagte Bürgermeister Martin Rauscher (ÜWN). Er schlug die alte Schule als Aufenthaltsraum vor. Die Großtagespflege ist eine private Betreuungsform mit familiärem Charakter und eine gleichwertige Variante zu den kommunalen und kirchlichen Einrichtungen. Der Gemeinderat einigte sich schließlich, eine Arbeitsgruppe aus kommunalen und kirchlichen Vertretern zu bilden, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Wittmann war in der Sitzung

Als Zuhörer war auch Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) aus Grub am Forst anwesend. Denn dort beschäftigt man sich ebenfalls mit dem Thema Betreuungsplätze für Kinder. Gemeinsam mit Niederfüllbach sollte eine Lösung für die Schaffung weiterer Kindergartenplätze gefunden werden. Denn der Gemeinderat von Grub hat bei seiner jüngsten Sitzung den Neubau eines Kindergartens direkt in Grub beschlossen. Dabei kam der Gedanke auf, sich mit Niederfüllbach zusammenzutun. Wittmann bekam jedoch vom Niederfüllbacher Gemeinderat keine Antwort auf dieses Ansinnen. Einstimmig wurde beschlossen, als Bedarf bei der Regierung von Oberfranken drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen anzumelden, was 96 Plätze sind. Die jetzige Gruppeneinteilung wurde als nicht mehr zeitgemäß angesehen.

Die Gemeinde Niederfüllbach wird sich nicht an der Sanierung der B 303 beteiligen, da das eine Verdreifachung der ursprünglich geschätzten Kosten bedeuten würde. dav