Am Donnerstag feierte Rosa-Maria Wich in Steinberg ihren 85. Geburtstag. Die Jubilarin lebte und arbeitete eine Zeit lang in Nigeria und Saudi-Arabien.
1975 und 1976 zog die Steinbergerin für eineinhalb Jahre mit ihrem Mann Richard in den westafrikanischen Bundesstaat, als dieser dort eine Arbeitsstelle als Tiefbaumeister annahm. 1976 und 1977 ging es für das Ehepaar - ebenfalls beruflich bedingt - nach Saudi-Arabien.
Geboren wurde die Jubilarin, die von allen nur Rosl genannt wird, 1933 in Bautsch im Sudetenland. Im Juli 1946 wurde sie mit ihrer Familie ausgesiedelt. Sie kamen nach Steinberg, was Rosl Wich als großes Glück bezeichnet. "Ich möchte nirgends anders wohnen", schwärmt sie. Am 12. Mai 1951 heiratete sie ihren Ehemann Richard, einen gebürtigen Wötzelsdorfer, der leider bereits 1984 verstarb. Aus der Ehe gingen die Töchter Maria, Anneliese und Hannelore hervor. Mittlerweile ergänzen vier Enkel und zehn Urenkel die große Familie.
Rosl Wich ist Mitglied beim Musikverein, beim Frauenbund und beim Seniorenclub Steinberg und hat sich sehr um den Ort und das Dorfleben verdient gemacht. So half sie bei vielen örtlichen Festen mit - auch von Vereinen, bei denen sie kein Mitglied ist. Sie war immer da, wo und wann sie gebraucht wurde. So hat sie beispielsweise 25 Jahre lang bei den Heimspielen des TSV Steinberg Bratwürste gebraten. In Steinberg pflegte sie lange Jahre unter anderem das Grundstück beim Dorfbrunnen sowie zwölf Jahre lang das Kriegerdenkmal auf dem Friedhof - eine Aufgabe, die sie mittlerweile an Tochter Anneliese weitergegeben hat.
Die Glückwünsche der Gemeinde Wilhelmsthal übermittelte Bürgermeisterin Susanne Grebner, die das große ehrenamtliche Engagement der in Steinberg geschätzten und beliebten Jubilarin herausstellte. hs