Die Vertreter der oberfränkischen Feldgeschworenenvereinigungen trafen sich zu ihrer Jahrestagung in Altdrossenfeld. Joseph Zenk aus Bamberg wurde für weitere vier Jahre zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Andreas Ritter aus Wunsiedeler bleibt sein Stellvertreter. Schriftführer ist Alexander Dichtl vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Bayreuth.

Ehrenmitglied Hans Nützel aus Kulmbach war in München eine besondere Auszeichnung zuteil geworden. Für seine besonderen Verdienste hatte ihm Heimatminister Albert Füracker die Soldnermedaille überreicht. Nützel war maßgeblich an der Gründung und Wiederbelebung der Feldgeschworenenvereinigungen in Oberfranken beteiligt.

1983 hatten sich auf seine Initiative hin Bamberg, Bayreuth, Coburg-Lichtenfels, Forchheim, Hof, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Die bei der letztjährigen Tagung angeregte Erhöhung der Aufwandsentschädigungen auf 13 Euro für den Feldgeschworenen und 14 Euro für den Obmann ist mit Ausnahme der Städte und Landkreise Bamberg und Bayreuth oberfrankenweit in Kraft getreten.

Der Hofer Vorsitzende Manfred Wunderlich berichtete über den Stand der Vorbereitungen auf den oberfränkischen Feldgeschworenentag am Samstag, 13. Juni. Staatsministerin Dorothee Bär habe man als Festrednerin angefragt.

Thomas Hegen erläuterte Neuigkeiten in der Bayerischen Vermessungsverwaltung und beantwortete Fragen zum Abmarkungsrecht und zu den Vorschriften, die Feldgeschworene bei ihrer Tätigkeit zu beachten haben. Er wies daraufhin, dass Feldgeschworene zum Wiederherstellen von Grenzpunkten mit GPS nicht befugt sind, die Technik jedoch zum Suchen und Aufdecken von Grenzzeichen nutzen können.

Der Kommunalrefent der Regierung von Oberfranken, Armin Helbig, ging auf den Datenschutz ein.

Der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner, der im Wechsel mit dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner als beratendes Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft sitzt, sprach die wachsende Bedeutung von Grund und Boden an.

Interessante Ausflüge

Der Vorsitzende der Kronacher Vereinigung, Baptist Vetter, berichtete von einer Drei-Tages-Fahrt nach Limburg an der Lahn und Frankfurt. Die Fochheimer Vereinigung besuchte den Landtag und das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München.

Die dortige vermessungshistorische Ausstellung und das denkmalgeschützte größte Lithographiesteinarchiv der Welt mit über 26 000 Kalksteinplatten, die einst dem Druck und der Vervielfältigung von Flurkarten und Landkarten dienten, sei auf großes Interesse gestoßen. Daher soll heuer eine weitere Fahrt stattfinden, wie der Forchheimer Vorsitzende Bernhard Mehl ankündigte. red