Ein Drittel der Grundschüler verlassen ihre Schule, ohne sicher schwimmen zu können. Das gilt jedoch nicht für die Lucas-Cranach-Schule, an der es in der vierten Jahrgangsstufe kaum noch unsichere Schwimmer gibt. Zu verdanken ist das maßgeblich dem Projekt "Sichere Schwimmer", an dem die Schule teilnimmt.
Bei dieser Präventionsaktion der DLRG-Jugend Bayern mit der AOK Bayern und dem bayerischen Gesundheitsministerium erreichten über drei Viertel der Dritt- und Viertklässler am Ende der Pilotphase das Jugendschwimmabzeichen in Bronze und wurden so zu sicheren Schwimmern. Diese beeindruckende Zahl war in Kronach bereits in der Vergangenheit getoppt worden. Heuer konnte bei der Abschlussveranstaltung in der Schulturnhalle an die teilnehmenden rund 120 Kinder sogar eine Rekord-Anzahl Seepferdchen, Bronzene und Silberne Abzeichen sowie - mit Ausnahme-Talent Kilian Wegner - sogar ein Juniorretter-Abzeichen übergeben werden. Der Juniorretter ist der "erste große Schein" bei der DLRG, den man ab dem zehnten Lebensjahr erwerben kann. Kilian ist in seiner Altersklasse amtierender oberfränkischer Meister im Rettungsschwimmen.


Stark auch in der Mannschaft

Zusammen mit seinen Schwimm-Kollegen und Kolleginnen Pauline Wittmann, Klara Dunst, Eva Hauck, Lina Küfner, Max Hausmann, Aaron Müller und Lovis Ehrsam gehört er auch der siegreichen Mannschaft der Lucas-Cranach-Schule an, die den Kreisentscheid Schwimmen der Grundschulen für sich entscheiden konnte.
Beeindruckt von all den Super-Leistungen zeigte sich Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein auch in seiner Funktion als stellvertretender Landrat. Mit Lehrern, Vertretern der AOK Coburg sowie dem Ehepaar Marliese und Richard Bär überreichte er die Abzeichen. "Schwimmen zu können, ist enorm wichtig. Es kann das eigene Leben retten, aber auch das von Freunden", appellierte er.
Monika Fabiani von der DLRG-Jugend Bayern freute sich, erstmals überhaupt in ihrer neuen Funktion als Leiterin des Jugendsekretariats an einer solchen Abschluss-Veranstaltung teilnehmen zu können. Das Projekt könne nur in guter Gemeinschaft aller Beteiligten funktionieren. "Ohne Freiwillige vor Ort würde es ,Sichere Schwimmer' nicht geben", verdeutlichte die Jugendsekretärin. Bär gab das Lob an die Kinder weiter, die mit großem Eifer dabei seien.
Die Aktion "Sichere Schwimmer" konnte in diesem Schuljahr auf über 40 Schulen in Bayern ausgeweitet werden. hs