Die Gemeinde Walsdorf ist gerade dabei, den Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1984 nach der 11. Änderung neu aufzustellen. Zu der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes lag ein Antrag von zwei Feigendorfer Bürgern vor, welche eine Baulandausweisung im Ortsteil Feigendorf beantragen. Hierzu ist bei der Gemeinde auch ein Schreiben der Dorfgemeinschaft Feigendorf eingegangen, in dem rund 50 Feigendorfer Bürger die Ausweisung von Bauland in ihrem Ort grundsätzlich ablehnen, da mit der Ausweisung von Bauland ihrer Meinung nach unter anderem auch der dörfliche Charakter von Feigendorf verloren gehe.
Nachdem sich in der Aussprache abzeichnete, dass die Entscheidung über den vorliegenden Änderungsantrag in eine folgende Sitzung vertagt werden sollte, beantragte Zweiter Bürgermeister Werner Auer, dass über den vorliegenden Antrag abgestimmt werden sollte, "da man sich mal entscheiden muss und die Abstimmung nicht immer verschieben kann". Der Geschäftsordnungsantrag von Auer wurde vom Gemeinderat allerdings abgelehnt.
Gemeinderat Thomas Scharf (SPD) schlug vor, den Beschluss zu dem vorliegenden Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes dahingehend abzuändern, dass auch zukünftig jungen Feigendorfer Familien Bauland zur Verfügung gestellt werden könne und der dörfliche Charakter von Feigendorf dadurch nicht gefährdet werde. Nachdem man sich auf vier Baurechte geeinigt hatte, wurde der Antrag auf Aufnahme von Bauflächen in Feigendorf zur geplanten Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes mit zwei Gegenstimmen angenommen.


Krippe auf gutem Weg

Erster Bürgermeister Heinrich Faatz (CSU) informiert den Gemeinderat, dass man bezüglich der provisorischen Krippengruppe in den Räumen der Schulkindbetreuung in der Walsdorfer Schule auf einem guten Weg sei. Die Betriebsträgerschaft wird die evangelische Kirchengemeinde übernehmen. Aktuell wurden bereits sechs Kinder angemeldet und der Plan für die Nutzungsänderung der Räumlichkeiten wird erstellt.
In einer nichtöffentlichen Sondersitzung am 8. März war beschlossen worden, dass die Bauträgerschaft für den Neubau der Kita die Gemeinde Walsdorf übernimmt.
Die evangelische Kirchengemeinde wird die Betriebsträgerschaft für die zwei Regel- und drei Krippengruppen übernehmen, wie schon in den bestehenden Einrichtungen. Der Gesamtaufwand für den Neubau wird sich zwischen 2,5 bis drei Millionen Euro bewegen, aktuell läuft das Auswahlverfahren für ein geeignetes Planungsbüro.
Bei der Sanierung des Herzogsanwesens bleibt es bei den beschlossenen Maßnahmen, der Antrag auf Wohnungsbau in diesem Bereich wurde wegen der hohen Kosten abgelehnt. Als Nächstes steht die Ausschreibung weiterer Gewerke an.
Für die Vorschlagsliste zu der Schöffenwahl 2018 gingen drei Bewerbungen ein. Nachdem sich Michaela Spey und Robert Thomann auch für die Aufgabe eines Jugendschöffen beworben hatten, wurden sie bereits an das Jugendamt des Landkreises Bamberg gemeldet. Der Gemeinderat schlägt daher Hans-Ulrich Thümmel und Michaela Spey als Ersatzperson für die Vorschlagsliste der Schöffenwahl 2018 vor.
Dem Vorschlag von Gemeinderätin Brigitte Pickel (SPD) aus der letzten Sitzung, die "Berichte aus dem Gemeinderat" zukünftig wieder im Mitteilungsblatt der Gemeinde zu veröffentlich, wird die Gemeinde Walsdorf nachkommen, wie der Leiter der Verwaltung, Markus Schramm, bestätigte. Die Protokolle zu den Gemeinderatssitzungen werden zukünftig wieder im Mitteilungsblatt abgedruckt.