Eine Richterin am Amtsgericht in Haßfurt erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg einen Untersuchungshaftbefehl gegen einen 34-Jährigen, gegen den seit geraumer Zeit wegen mehrerer Delikte in den Regionen Bamberg, Würzburg, Erlangen, Schweinfurt und Haßberge ermittelt wurde. Darauf wies das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg in einer gemeinsamen Mitteilung mit der Bamberger Staatsanwaltschaft hin.

Die Polizeiinspektion Haßfurt ermittelt seit längerem in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft gegen den 34-Jährigen, der inzwischen "polizeilich als sogenannter Intensivtäter" geführt wird. Seit 2015 soll der Syrer zahlreiche Straftaten wie Ladendiebstähle, Hausfriedensbrüche, Beleidigungen, Zechbetrug sowie Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen begangen haben. "Akzeptanz für die Normen der Gesellschaft und die öffentliche Sicherheit und Ordnung ließ der Landkreisbewohner in Gänze vermissen", heißt es wörtlich in der Mitteilung.

Drogen und Schlägereien

In den vergangenen Wochen trat der 34-Jährige den Angaben zufolge wieder vermehrt in polizeiliche Erscheinung. Unter anderem besteht der Verdacht, dass der Mann einen Kontrahenten am 1. August im Streit mit einem Werbeträger verletzt hat, so dass sich der Geschädigte eine Fraktur im Unterarm zuzog. Auch wurde der Mann aus dem Landkreis Haßfurt im September und Oktober dieses Jahres mehrmals mit Marihuana angetroffen. Dabei besteht der Verdacht, dass er die Drogen auch gewinnbringend weiterverkaufen wollte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde der syrische Staatsbürger am Montag einer Richterin am Amtsgericht Haßfurt vorgeführt, die gegen den 34-Jährigen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln, des unerlaubten Handeltreibens mit Drogen, des Erschleichens von Leistungen und gefährlicher Körperverletzung erließ. Der Mann sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt. red