Ein großes Aufgabenspektrum zeigte der Vorsitzende der BRK-Wasserwacht, Harald Sommer, anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung auf. Und das, obwohl die Ortsgruppe (OG) "als sehr klein zu bezeichnen ist". Vom Wachdienst in Bädern, permanenter Aus- und Fortbildung über Lehrgänge im Rettungsschwimmen bis hin zum betreuten Schwimmen reiche die Bandbreite. Dabei hätten die aktiven Mitglieder insgesamt 3200 Einsatzstunden ehrenamtlich geleistet.
"Unsere Ortsgruppe zählt derzeit 230 Mitglieder", erläuterte Sommer, "davon rund 28 Prozent Kinder und Jugendliche." Diese Zahlen spiegeln sich auch im Training am Montagabend wieder, wenn "zwischen 40 und 60 Teilnehmer zu verzeichnen sind", stellte Sommer fest. Die Ortsgruppe sei in der glücklichen Lage, dass einige der älteren Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren sich bereit erklärt haben, das Training der jüngeren Wasserwachtkids als Übungsleiter zu übernehmen.
Dennoch sei es sehr wichtig, für Nachwuchs zu sorgen. "Deshalb haben wir die Jugendarbeit auch im Jahr 2017 wieder in den Vordergrund gestellt", konstatierte Sommer. Der Erfolg zeige sich auch darin, dass wieder einige Jugendliche als Anwärter in den Aufsichtsdienst eingebunden werden konnten. Und das sei umso bemerkenswerter, "weil dies einer rund zweijährigen Ausbildung bedarf", wie Sommer ergänzte.
Viel Zeit investiert die Wasserwacht in das Behindertenschwimmen, das wieder zehn Mal durchgeführt wurde. Sommer lobte dessen "Vater" Gerhard Spiller und auch seine Mitstreiter Harald Wiedemann, Werner Pfitzer, Siegfried Mertin und Lea Niman, die nun die Leitung übernommen hat. Neu dazugekommen sind Tabea Pöringer und Fabiola Mannagottera.
"Die BRK-Wasserwacht ist ein zuverlässiger Partner der Bäder GmbH und unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsfunktion im Schwimmbad geworden", stellte der Technische Leiter Kamill Wolny fest. Allerdings hätten weniger Einsatzstunden geleistet werden können, da die Zahl der Aktiven gesunken sei. Zwölf Frühschwimmer-, 14 Jugendschwimmabzeichen in Bronze sowie acht Rettungsschwimmabzeichen in Silber wurden abgenommen.
Das Training der Einsatzgruppe laufe aktuell allerdings schleppend, wie Wolny monierte. "Bei den Kindern und Jugendlichen haben sich die Gruppenstärken gut eingepegelt, so dass ein gezieltes Training mit Bezug auf die Fähigkeiten Einzelner möglich ist", lobte Wolny dagegen. Insgesamt wurden 2540 Stunden in Aus- und Fortbildungen investiert. Beim betreuten Schwimmen waren durchschnittlich 23 Personen anwesend. "Als sehr erfolgreich hat sich das Konzept der Übungsabende im Sommer erwiesen. Hierbei wurden mehrfach Einsatzszenarien geübt, um den Umgang mit den Rettungsgeräten und den Einsatzmitteln, sowie Führung, Struktur und Kommunikation zu trainieren", so Wolny.
Harald Sommer gab folgende Termine bekannt: Auf den 28. April und 26. Mai sind die nächsten Behindertenschwimmen terminiert. Am 21. April findet ein Arbeitseinsatz am Rotkreuzhaus statt. Am 17. Mai findet eine Funkübung am Rotkreuzhaus statt. Für aktive Dienstjahre geehrt wurden: 40 Jahre Gerhard Spiller, 45 Jahre Harald Wiedemann. red