Unter dem Titel "Unterwegs in der Innenstadt - Verkehrskonzepte zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs" lädt die Stadt Erlangen am Dienstag, 26. Juni, um 18 Uhr alle interessierten Bürger zu einer Informationsveranstaltung im "Kreuz & quer" - Haus der Kirche, Bohlenplatz 1, ein.
Bei der Veranstaltung werden verschiedene Planfälle vorgestellt, bei denen unter anderem die Entlastung der Bevölkerung von Lärm und Schadstoffen, die bauliche Machbarkeit, die Erreichbarkeit der Innenstadt sowie die Synergien mit dem ÖPNV, Fuß- und Radverkehr bewertet wurden. Ferner werden die Bürger über Vorschläge für ein Parkraumkonzept in der Innenstadt informiert.
In der Innenstadt belastet der Durchgangsverkehr die Bewohner zentraler Straßenzüge mit Lärm und Schadstoffen. Besonders betroffen sind laut Rathausreport die Bereiche Neue Straße/Katholischer Kirchenplatz/Maximiliansplatz/westliche Hindenburgstraße und Henkestraße.


Fahrverbote vermeiden

Wie eine jetzt veröffentlichte Berechnung des Instituts Ingenieurbüro Lohmeyer/Karlsruhe (IB Lohmeyer) nochmals belegt hat, kommt es bei der Belastung mit Stickstoffoxiden teils zu deutlichen Überschreitungen des zulässigen Jahresmittelwerts von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Um Fahrverbote zu vermeiden, wie sie gerade in anderen deutschen Großstädten umgesetzt werden, bestehe hier dringender Hand-lungsbedarf.
Um eine nachhaltige Entlastung der Innenstadt vom motorisierten Durchgangsverkehr zu erreichen, wurden vom Referat für Planen und Bauen im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans eine Vielzahl von Planfällen errechnet. Sie verfolgen das Ziel, den Verkehr auf der Werner-von-Siemens-Straße zu bündeln und eine Verlagerung auf die Achse Essenbacher Straße/Spardorfer Straße weitgehend zu vermeiden. Wie am Dienstag im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss aufgezeigt wurde, lässt sich ein nachhaltiger Effekt auch ohne Sperrungen durch die Kombination einer Einbahnstraßenregelung in der Neuen Straße mit Geschwindigkeitsbegrenzungen auf weiteren Straßenzügen erreichen.


Beschluss im Juli

Wie die Berechnung von IB Lohmeyer verdeutlicht, würde die Belastung mit Stickstoffoxiden in der Neuen Straße, der Hindenburg- und der Henkestraße sinken. Die Essenbacher Straße würde vom Verkehr geringfügig mehr belastet, im Bereich Palmsanlage bis Bayreuther Straße würde es hingegen nur zu einem geringfügigen Anstieg kommen. Ein Beschluss des Stadtrats zum Verkehrskonzept ist für den Juli vorgesehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vep-erlangen.de/start/. red