Am 5. Mai, dem europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, laden Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe bundesweit zu zahlreichen Aktionen ein. Unter dem Motto "Inklusion von Anfang an" liegt der Fokus in diesem Jahr insbesondere auf Kindern und Jugendlichen. Ziel der Aktionen rund um den Protesttag ist deshalb, Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und Menschen, die in Schulen oder in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, stärker für Inklusion zu sensibilisieren und zu gewinnen.
Die Bamberger Arbeitsgemeinschaft chronisch kranker und behinderter Menschen e. V. (Arge) und die Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg e. V. (Oba) veranstalten in Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg und unterstützt durch die "Aktion Mensch" zwei Aktionen zum Protesttag am Samstag. Dabei gibt es ausreichend Gelegenheit, sich über das Thema Inklusion auszutauschen, berichten die Initiatoren in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Die Arge wird von 10 bis 17 Uhr im Außenbereich des Möbelhauses Pilipp, Nürnberger Straße 243, mit der Aktion "Erlebnis im Dunkeln" für Sehende einen Einblick in die Lebenswelt blinder und sehbehinderter Menschen geben. Erspürt werden verschiedene Bodenbeläge, unterschiedliche Luft- und Wärmeverhältnisse und vibrierende Wände und Fußböden. Eine plätschernde Wasserquelle führt zu einer kleinen Bar, in der man heiße und kalte Getränke erhält. Neben musikalischer Unterhaltung lädt das Spielmobil Kinder zum freien Spiel, Kinderschminken und einem Hüpfhaus ein.
Die Oba wird von 11 bis 18 Uhr vor dem Gabelmann eine "Inklusive Kulturbühne" veranstalten. Menschen mit und ohne Behinderung machen gemeinsam Kunst und Kultur. Aus Hamburg wird die Band "Living Music Box" auftreten. Die blinden Musiker spielen Coverversionen der 60er bis heute. Von der "Inklusiven Kulturwerkstatt" werden die Percussion-Gruppen "Hörsturz" und "Ramba Zamba", der Chor "Die Singvögel" sowie die Tanz-gruppe "Wackelkontakt" auftreten. Das "Atelier Lebenskunst" stellt seine Arbeit in einem "Outdoor-Atelier" vor. red