Mit einem internationalen Gottesdienst begann das Missionsfest 2019, das in Hutschdorf gefeiert wurde. "Wir wollen in Zeiten satter Kirchenverdrossenheit einen Blick nach Indonesien wenden", wünschte sich der Hutschdorfer Pfarrer Arnold Rühr. Der weltgrößte Inselstaat gilt als Land, in dem die größte Anzahl an Muslimen lebt. Doch in Indonesien gibt es auch Christen: etwa 26 Millionen Menschen, das entspricht etwa einem Anteil von zehn Prozent der Bevölkerung.

Zwei konnte Pfarrer Rühr in Hutschdorf begrüßen: Sandra und Valencia Rosari. Sandra hat keinen Nachnamen, erklärte Pfarrer Daniel Graf aus Geroldsgrün. Denn ein Nachname ist in Indonesien nicht üblich. Manchmal tragen die Kinder den Vornamen des Vaters als Nachnamen, manchmal führen sie keinen Nachnamen - so wie Sandra eben. Graf hat selbst in Indonesien gelebt. Er war fasziniert von dem Land, möchte auch unbedingt wieder dorthin reisen.

Beim internationalen Gottesdienst studierten Sandra und Valencia mit den Hutschdorfern das Lied "Puji Tuhan" ein - die indonesische Version von "Lobe den Herrn". Die Melodie blieb gleich, alle j und c im Text werden wie "dsch" gesprochen - das e wie ein kurzes ö, erklärten die beiden Indonesierinnen. Beide sind bei der Bruderschaft in Selbitz tätig, leisten ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst ab. Valencia war im vergangenen Jahr Au-pair-Mädchen bei Pfarrer Daniel Graf.

Beim Missionsfest stand der Austausch mit den Menschen im Mittelpunkt. Die beiden Mädchen gewährten einen Einblick in das Leben und den Glauben der Christen in Indonesien.

Der Wonseeser Pfarrer Daniel Städtler gab das Missionskreuz an Martina Hacker aus Wonsees weiter. Denn dort wird nächstes Jahr das Missionsfest gefeiert.