"Namaste - ich grüße das Göttliche in dir." Mit diesem Gruß aus Indien kann der Aktionstag der Eine-Welt- Gruppe passend umschrieben werden. Am Misereor-Sonntag machte sich die Gruppe das Anliegen der Fastenaktion der katholischen Bischöfe zu eigen und lud die Gemeinde zu Gottesdienst und einem Fastenbrunch ein. Das Neue daran war, dass diese Aktion ganz ohne hauptamtliche Seelsorger ausgekommen ist. Somit ist sie wegweisend für die Pastoral der Zukunft, die in der Diözese Würzburg zur Zeit geplant und an verschiedenen Orten ausprobiert wird.


Die Welt verändern

Mit dem Sonntagsgottesdienst, dem Gottesdienstbeauftragter Stefan Raab vorstand, und der mit dem Familiengottesdienstteam vorbereitet war, versammelten sich so viele Gemeindemitglieder, dass das Wildfleckener Kirchenzentrum die vielen Menschen kaum fasste.
Thema des Gottesdienstes war: Die Welt verändern. Das Beispielland Indien der Misereor-Fastenaktion stand im Mittelpunkt der Gebete, und viele Details aus dem Leben indischer Familien kamen im Gottesdienst zur Sprache, so dass die Mitfeiernden indisches Leben hautnah erfahren konnten. So zum Beispiel, dass die einfachen Wohnhütten entlang einer Eisenbahnstrecke stehen, die so zum Lebensmittelpunkt der Menschen wird. Parallel zu Jesus wurde von einem indischen Mädchen erzählt, das in einfachsten und ärmlichen Verhältnissen auskommen muss und trotz allem viel Freude im Leben erfährt. Diese lebensnahen Geschichten waren vor allem für die vielen Kommunionkinder, die bei diesem Gottesdienst dabei waren, interessant zu hören .
Beim Fastenbrunch wurden typisch indische Speisen angeboten. Über 70 Personen aus allen Ortschaften des Oberen Sinngrunds waren zu diesem Misereorfest zusammengekommen. Neben dem gemeinsamen Mahl standen Gespräche an den verschiedenen Tischgruppen über Gott und die Welt im Mittelpunkt.
Während der Aktion konnten fair gehandelte Waren erworben werden; dazu verkauften die Ministranten selbst gebastelte Osterkerzen. red