Etliche Trailsdorfer wanderten mit Bürgermeister Torsten Gunselmann, Gemeinderäten und Diana Thrum vom Büro arc.grün durch den Ortsteil Trailsdorf auf der Suche nach Entwicklungspotenzial.

Wer aus Richtung Schlammersdorf kommt, passiert direkt nach der denkmalgeschützten Mühle einen ortsbildprägenden Platz mit drei Linden. Dort könnte ein Rastmöglichkeit für Wanderer und Radfahrer entstehen, schlug Claudia Kraus (WG Trailsdorf) vor. Eine Bürgerin kritisierte das vorhandene Buswartehäuschen und wünschte sich eines mit Heizung und WLAN: "Wir haben so uralte Sachen hier."

Die Hauptstraße wurde 2009 erneuert, erinnert sich Gunselmann. Der ehemalige Schweinebauer hat jetzt eine Hackschnitzelheizung und versorgt nicht nur sich, sondern auch den Nachbarn mit Wärme. Der Bürgermeister könnte sich vorstellen, dass künftig der neue Kindergarten mit einer etwa 100 Meter langen Leitung ebenfalls von dort Wärme bezieht. Bisher gebe es noch zu wenig Rückmeldungen für eine zentrale Heizanlage, da könne eine solche Insellösung für die Kindertagesstätte angepeilt werden.

Ob die Pflege der Grünflächen am Straßenrand, Parkmöglichkeiten in der Hauptstraße oder die mögliche Nutzung leerstehender oder vom Leerstand bedrohter Gebäude in Trailsdorf: Es gibt viele Punkte, an denen eine Verbesserung möglich ist. Steht ein solch altes Haus mindestens ein Jahr lang leer, könnten die Besitzer die kostenlose Beratung durch einen Architekten in Anspruch nehmen, erinnerte Gunselmann an das Angebot der Allianz Regnitz-Aisch.

Der zum Dorfjubiläum von der Vereinsgemeinschaft finanzierte Brunnen erinnert an die Vergangenheit Trailsdorfs: "Hier war ein Korbmacherort."

Früher gab es auch mehr kleine Gässchen im Ort, mit denen sich die Wege zum Bäcker oder Kindergarten gut abkürzen ließen, bemängelte Claudia Kraus. Das andere Ende der Hauptstraße ist vom Kriegerdenkmal geprägt. Nach dem Rundgang trugen die Beteiligten ihre Erkenntnisse und Wünsche zusammen.