Zu einer öffentlichen, kostenfreien Führung durch die Ausstellung "In strahlendem Glanz: Bamberger Psalter-Handschriften des Mittelalters" lädt am heutigen Dienstag um 17 Uhr die Staatsbibliothek Bamberg ein. Treffpunkt ist der Eingangsbereich in der Neuen Residenz, Domplatz 8. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Führung dauert etwa eine Stunde.

Ein einzigartiger Codex, reich geschmückt mit farbenprächtiger Buchmalerei und versehen mit einem der weltweit nur 18 erhaltenen Hornplatten-Einbände: Der Bamberger Psalter zählt zu den bedeutendsten Werken der süddeutschen Buchkunst des Hochmittelalters. Ein Zyklus von 15 Bildern zum Leben Christi, die den lateinischen Text der Psalmen begleiten, vermittelt die christliche Heilsbotschaft. Die malerische Ausstattung entstand vermutlich um das Jahr 1230 in Regensburg. Erste Besitzerin war wohl eine adlige Dame aus dem Geschlecht der Grafen von Hirschberg im Eichstätter Raum. Bis 1803 befand sich die Handschrift im Bamberger Dom, von dort gelangte sie in die heutige Staatsbibliothek.

Im Quaternio Verlag Luzern erschien jüngst ein originalgetreues Faksimile des Bamberger Psalters. Die Sonderausstellung aus Anlass der Faksimilierung präsentiert das Original zusammen mit dem modernen Zwilling. red