Der Christliche Palliativ- und Hospizdienst der Caritas freut sich über Verstärkung. Neun Frauen machten sich von März bis November unter fachlicher Anleitung auf Sinnsuche. Sie setzten sich mit ihrem bisherigen Leben auseinander, lernten welch starke Bedeutung eine wertschätzende Kommunikation im Umgang mit den Mitmenschen hat. Sie machten sich bewusst, dass es auch psychische und soziale Schmerzen gibt, die sich gut ohne Medikamente lindern lassen. Sie besuchten die Palliativstation im Klinikum Bamberg, setzten sich mit Beerdigung und Trauer auseinander, durchleuchteten, was Spiritualität für jeden Einzelnen bedeutet und übten spezielle Mundpflege und basale Stimulation. Dies alles wurde dann durch ein Praktikum bei den Caritas Sozialstationen oder einer Pflegeeinrichtung vertieft.

Aber auch die sich bereits im Einsatz befindlichen Hospizbegleiterinnen, sowie Pflegekräfte der Caritas Sozialstationen bildeten sich in der Hospizbegleitung fort. Der Leiter der Hospizakademie für soziale Dienste in Nürnberg, Martin Alsheimer forderte die Kursteilnehmer mit schauspielerischer Superleistung als Schwerst-Erkrankter, zum Sterben verurteilter Mensch mit Suizidgedanken stark heraus, um Menschen in Krisen begleiten, Übergänge gestalten zu können.

Auch die gedankliche Selbsterfahrung als zum Sterben verurteilte Mutter von kleinen Kindern machte den Teilnehmerinnen schwer zu schaffen. Mart5in Alsheimer gab immer wieder Anleitung und Hilfestellung und vermittelte wie wichtig eine empathische Kommunikation ist. Es gehe darum, viel Zeit zu geben, auf das Gegenüber einzugehen, zu bestätigen, nachzufragen oder Worte auch einmal stehen lassen zu können. Fazit: "Es ist gut, dass ich da bin." red