Die kommunalen Bauarbeiten an der Infrastruktur in Pausdorf ziehen sich jetzt schon beinahe drei Jahre hin. Was auch hier, wie in Burglesau, zumindest teilweise der guten Binnenkonjunktur geschuldet ist. Aber ein Ende naht: Dann haben die Bewohner wieder Ruhe in ihrer Ortschaft.

Im November 2016 wurde mit dem Kanalanschluss an die zentrale Kläranlage Scheßlitz begonnen. Dabei wurden knapp drei Kilometer Kanal neu verlegt. Im Zuge dessen wurde auch ein Teil der innerörtlichen Wasserversorgung erneuert. Denn laut Aussage eines Anwohners soll die bereits "110 Jahre alt gewesen" sein.

Zur Zukunftssicherung des Ortes wurden mit der neuen Leitung gleichzeitig Leerrohre für die Glasfaseranbindung mit verlegt. Die Maßnahmen schlugen mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche. Die Abwasseranlage wurde durch den Freistaat Bayern gefördert.

Im Juni 2018 begannen dann die Straßenbauarbeiten in Pausdorf. Dabei wurden Ortsstraßen saniert, teils neu errichtet sowie ein Teil der Gemeindeverbindungsstraße Pausdorf - Burgellern erneuert. Nach Auskunft des Planungsbüros war das teils den vorangegangenen Kanal- und Wasserleitungsmaßnahmen geschuldet, aber auch den Vorschädigungen. Den Aussagen eines Pausdorfer Bürgers zufolge "wurde die Straße etwa 1971 das letzte Mal gemacht". Es war also höchste Zeit.

Plus für die Infrastruktur

Mittlerweile sind die Arbeiten an der Straße so weit vorangeschritten, dass in diesen Tagen rund eineinhalb Kilometer Deckasphalt aufgebracht werden können und die Straße in dieser Woche für den Durchgangsverkehr wieder freigegeben wird. Auch in Verbindung mit dieser Maßnahme wurden nochmals rund 550 Meter Kanalleitungen ausgetauscht. Stromleitungen wurden unter die Erde verlegt und eine neue Straßenbeleuchtung erstellt. Dabei wurde ebenfalls an die Zukunft in Pausdorf gedacht und wurden gleich Leerrohre für die Aufnahme von Mikrokabelrohren zum Anschluss der Grundstücke mit Glasfasertechnik vorverlegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. "Damit ist der Stadtteil im Bereich Verkehr, Abwasser, Wasser, Stromversorgung und Telekommunikation für die nächsten Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt", wie es aus dem Rathaus dazu heißt. Jetzt muss die neue Glasfasertechnik nur noch in Burglesau ankommen.