Wichtiges Thema in der jüngsten Sitzung des Litzendorfer Gemeinderats unter Leitung von Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) war einmal mehr das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) für Melkendorf. Christiane Werthman vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung Wittmann, Valier und Partner stellte die eingearbeiteten Anregungen aus dem Gemeinderat vor und erläuterte die Kostenschätzung für die einzelnen Bereiche. Für die Otterbachstraße und den Otterbach wurden 1 160 000 Euro und für den Grasigen Weg 93 000 Euro geschätzt. Für das Anwesen der ehemaligen Brauerei Winkler ergab die Schätzung 2 900 000 Euro. Insbesondere hier könnten die Kosten nur überschlägig anhand einer groben Kubaturberechnung vorgenommen werden. Eine differenzierte Kostenschätzung sei abhängig von der Nutzung des Areals. Hier komme es erst zu einer Entscheidung, wenn die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorliegen. Die Summen seien grobe Schätzwerte als Rahmen für die Zuschussgeber. Das Sanierungsgebiet sei etwas kleiner definiert worden als das Untersuchungsgebiet.
Darüber hinaus wurde die Liste mit den Trägern der öffentlichen Belange mit der Verwaltung abgestimmt. Es folgt dann die öffentliche Auslegung der Unterlagen und somit wird den Bürgern die Möglichkeit gegeben, Stellung zu nehmen beziehungsweise Anregungen zu geben. Die Endfassung des Berichts soll im Oktober vorliegen. Dieser ist die Voraussetzung für den Bezuschussungsantrag bei der Städtebauförderung. Im Rahmen einer Bürgerversammlung werden dann mögliche Maßnahmen vorgestellt und Ziele für die weitere Entwicklung im Sanierungsgebiet festgelegt.


Litzendorf sucht Anschluss

Zum wiederholten Male stand auch das Thema Öffentlicher Personalverkehr (ÖPNV) auf der Tagesordnung. Im Gespräch ist schon seit Jahrzehnten insbesondere die Möglichkeit einer Stadtbusanbindung beziehungsweise einer besseren Anbindung der Gemeinde Litzendorf, vor allem an den Wochenenden und in den Abendstunden. Gewünscht wird auch immer wieder zu Stoßzeiten ein Halbstunden-Takt für Litzendorf.
Constanze Metzner von der Firma Metzner-Hennemann KG informierte den Gemeinderat über Möglichkeiten einer gemeinsamen Linienführung im Gemeindegebiet zusammen mit den Stadtwerken Bamberg. In intensiven Vorgesprächen zusammen mit der Gemeindeverwaltung waren bereits Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet worden. Dabei geht es vor allem um die Stärkung der Hauptachse Naisa-Pödeldorf-Litzendorf. Die kleineren Gemeindeteile Lohndorf, Melkendorf und Tiefenellern könnten dann mit einer Art "Zubringerdienst" bedient werden. Constanze Metzner sprach von einer möglichen Erhöhung des ÖPNV-Takts um etwa 40 Prozent. Die Kosten würden sich aktuell im sechsstelligen Bereich bewegen. Für Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) ist es ganz wichtig, einen attraktiven ÖPNV für Litzendorf zu schaffen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass es zu keiner Verschlechterung für die kleineren Gemeindeteile kommt.
Bei der sich anschließenden Diskussion war man sich einig, wie wichtig ein gut aufgestellter ÖPNV für eine Wohngemeinde wie Litzendorf ist. Sicherlich können dabei nicht alle Wünsche erfüllt werden. Bereits jetzt aber könne die Kommune die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen verbessern, so vor allem bei den Haltestellen oder bei Wendemöglichkeiten für die Busse. Letztendlich wird die Thematik nicht vor dem Inkrafttreten des Mobilitätskonzepts des Landkreises 2019 entschieden werden. Die Frage bleibt auch, ob die Vorschläge der Kommune dazu passen und wieviel der ÖPNV der Gemeinde wert ist.


Neuer Kommandant

Der Gemeinderat Litzendorf beschloss einstimmig Thomas Koschwitz, den Kommandanten der FFW Litzendorf, zum federführenden Kommandanten für die Gemeinde Litzendorf zu benennen. Dessen Aufgaben werden im Bayerischen Feuerwehrgesetz (BayFwG) Art. 16 geregelt. Bürgermeister Möhrlein teilte mit, dass dies mit den anderen Ortsfeuerwehren einvernehmlich abgestimmt wurde.
Da die Tagesstärke bei einigen Ortsfeuerwehren nicht mehr gewährleistet ist, kommt es in Zukunft zur gemeinsamen Alarmierung von zwei Feuerwehren, entsprechend dem Einsatzort. An den Bürgermeister sind auch bereits Wünsche von drei weiteren Feuerwehren für Ersatz- beziehungsweise Neuanschaffungen herangetragen worden. In einem im Herbst stattfindenden Koordinierungsgespräch mit allen Ortsfeuerwehren und den zuständigen Feuerwehrdienstgraden sollen die notwendigen Anschaffungen geplant und dann je nach Haushaltslage abgearbeitet werden.


Feuerwehr braucht Ersatz

Für die Feuerwehr Melkendorf ist aufgrund des Alters des Fahrzeuges mittelfristig von einer Ersatzbeschaffung auszugehen. Das Fahrzeug ist mit einer Vorbaupumpe (Baujahr 1984) ausgestattet. Diese funktioniert nicht mehr ordnungsgemäß. Der Kostenvoranschlag zur Reparatur beläuft sich auf rund 5600 Euro, wobei die Arbeitszeit nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet wird.
Nach Rücksprache mit Kreisbrand Bernhard Ziegmann erscheint die Anschaffung einer Tragkraftspritze PFPN 10-1000 sinnvoll. Diese ist mobil und kann dann bei der Ersatzbeschaffung mit übernommen werden. Für die geschätzten Gesamtkosten von rund 13 500 Euro werden 4500 Euro von der Regierung gefördert. So bleibt ein Eigenanteil von 9000 Euro bei der Gemeinde Litzendorf. Die Anschaffung wurde ohne Gegenstimme gebilligt. Da diese nicht im Haushaltsplan vorgesehen ist, müssen Haushaltsreste dafür verwendet werden.