Dass an ihrem Hochzeitstag vor 60 Jahren ebenso strahlender Sonnenschein wie heute herrschte, daran erinnert sich Gertrud Balzer, geborene Semmelmann, noch genau. Sowohl Rudolf als auch Gertrud wuchsen in Nürnberg auf und erlebten dort als Kinder die Angriffe der Alliierten. 1957 lernten sie sich beim Tanz im Reichelsdorfer Keller kennen, ein Jahr später heirateten sie.
Während Gertrud als Verkäuferin arbeitete, war Rudolf als Elektrotechniker bei Siemens in Erlangen beschäftigt. Sohn Klaus wurde 1960 noch in Nürnberg geboren, Tochter Sabine 1966 bereits in Erlangen, wo die Familie zunächst in einer Werkswohnung lebte und sich 1982 für den Hausbau in Hemhofen entschied.
Aus Sicht eines überzeugten Städters, sagt Rudolf Balzer schmunzelnd, habe sich das Paar stetig verschlechtert und sei immer weiter in die Provinz gezogen. Doch je weiter sie sich vom Trubel der Städte entfernten, desto mehr blühten sie auf, wie Rudolf erzählt. Das galt vor allem für den Garten rund um das Haus, der das Refugium von Gertrud ist. "Hier haben wir Wurzeln geschlagen", resümiert die Jubilarin.
"Wir haben alles gemeinsam gemeistert - und sind immer noch zufrieden und glücklich miteinander", blicken beide auf 60 miteinander verbrachte Jahre zurück. Im Urlaub wanderten sie gerne in den Bergen, und dem Tanzen blieben sie im Tanzclub in Erlangen bis heute verbunden. Gefeiert wurde mit den Kindern und Enkeln im eher kleinen Kreise.