Im Dunstkreis der Stadt Bamberg gelegen, ist Frensdorf eine attraktive Wohngemeinde und sie soll es auch weiterhin bleiben. Das hat nicht nur Gemeindekämmerer Bernhard Köppl in den Vorbericht zum diesjährigen Haushalt geschrieben - auch durch die Investitionsmaßnahmen wird dies mehr als deutlich. Das vom Hauptausschuss vorberatene Zahlenwerk wurde in der Sitzung ohne weitere Debatte einstimmig verabschiedet.

12,6 Millionen und damit rund 3,5 Millionen geringer als im Vorjahr fällt der Etat 2019 aus. Geschuldet ist dies vor allem dem Vermögenshaushalt, der mit 4,2 Millionen nur noch knapp die Hälfte des vorjährigen (8,2 Millionen Euro) ausmacht. Hingegen ist der Verwaltungshaushalt von 7,9 Millionen in 2018 auf 8,4 Millionen Euro gestiegen. Schon die mit nur 500 000 Euro angesetzte Gewerbesteuer lässt es erahnen: Frensdorf ist nicht in erster Linie Gewerbestandort, hier geht es vor allem um Wohn- und Lebensqualität. Das gleiche Signal geht von der mit mehr als 3,5 Millionen erwarteten Einkommensteuer aus: Dass es sich in der Gemeinde gut leben lässt und viel dafür getan wird.

Run auf Baugebiete

Das beweisen auch die neuen Baugebiete in der 5105 Einwohner (Stand: Jahresende 2018) zählenden Gemeinde, die sich im Vermögenshaushalt niederschlagen. Der Grunderwerb für das Baugebiet "Kerntner Feld, Bauabschnitt 4.2" ist mit 450 000 Euro ausgewiesen. Der vorangegangene Bauabschnitt 4.1 sei erschlossen und verkauft, erklärt dazu Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL). Jetzt sollen im Kerntner Feld weitere 15 Bauparzellen entstehen. 410 000 Euro hat der Kämmerer für den Grunderwerb im "Steinachfeld" vorgesehen. Dort sind 14 neue Baugrundstücke geplant. Für ein Baugebiet in Vorra, das in gleicher Sitzung auf den Weg gebracht wurde, stehen in diesem Jahr lediglich die Planungskosten von 30 000 Euro zu Buche. Wenn alles gut läuft, könnten die 28 Baugrundstücke bereits im Herbst 2020 baureif sein.

Gleich drei Feuerwehrfahrzeuge - für die Wehren von Frensdorf, Herrnsdorf und Birkach - sollen in diesem und im nächsten Jahr gekauft werden. In Summe macht die Anschaffung 1,2 Millionen aus. Die Generalsanierung der Schule kommt in diesem Haushalt mit der Restfinanzierung von 500 000 Euro zum Abschluss. In eine Station zur Schlammbehandlung mit Betriebsgebäude und in Kanalsanierungen will Frensdorf rund 750 000 Euro investieren.

Verabschiedet hat man sich inzwischen von einem "Kindergarten Natur", der noch im letztjährigen Haushalt mit 300 000 Euro veranschlagt war. Stattdessen soll in Schlüsselau ein Waldkindergarten für zwanzig Kinder entstehen. Wie Bürgermeister Kötzner erläuterte, wird dafür ein Kindergarten-Wagen mit einer Größe von elf mal drei Metern am Wald bei Schlüsselau aufgestellt. Er soll für Kinder aus der gesamten Gemeinde zur Verfügung stehen. Im Haushalt steht dafür ein Posten von 100 000 Euro bereit.

Wären noch die Sanierungen der Gemeindestraßen zu nennen, für die 200 000 Euro vorgesehen sind. Bauhofleiter Heribert Dotterweich referierte in der Haushaltssitzung ausführlich über die Schäden am gemeindlichen Wegenetz und wie diese mit den unterschiedlichen Verfahren am besten saniert werden können. Vorgehen will man nach einer Dringlichkeitsliste.

Der diesjährige Haushalt kommt ohne Neuverschuldung aus. Zum Jahresende 2018 lagen die Schulden der Gemeinde bei 2,9 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 572 Euro entspricht. Die 5105 Einwohner zählende Gemeinde liegt damit an siebter Stelle im Landkreis und unter dem Landesdurchschnitt von 679 Euro.