"So gelobt wird man eigentlich nur bei der Beerdigung." Mit einem etwas verlegenen Lächeln reagierte der Stockheimer Künstler Harald Popig auf die anerkennenden Worte von stellvertretendem Landrat Gerhard Wunder und der Kreiskulturbeauftragten Gisela Lang. Er sei der neue "Rembrandt von Stockheim" und dürfe nun schon seine zweite Ausstellung mit 30 Bildern in der kleinen Galerie des Kronacher Landratsamtes eröffnen.

Mit Vorliebe kopiert er die alten Meister wie da Vinci, Raffael, Dürer oder Cranach. Zwei Leidenschaften seien es, die Popigs Leben beherrschen: die Malerei und der Sport. Im Sport habe er es als Läufer sogar bis zum Weltmeister geschafft.

Gesundheitliche Probleme machten es nötig, dass er sich ganz auf seine zweite Vorliebe konzentriert, nämlich das Malen. Angefangen habe er mit Blumen und Landschaften, jetzt konzentriert er sich auf klassische Werke. Gerhard Wunder bescheinigte dem Ausdauersportler vor allem eines: Durchhaltevermögen und starke Nerven. Er bewunderte auch die Kraft, die in ihm stecke. "Er hat seine Fähigkeiten neu erkannt und ist in der Künstlergesellschaft angekommen."

Eine Cranachwand

Gisela Lang, die sich freute, dass man die Galerie des Landratsamtes kürzlich als eine sehr edle "Pinakothek" bezeichnet habe, fand für allem für den Malstil von Popig anerkennende Worte: "Du hast deinen Stil sehr verfeinert. Deine Arbeiten strahlen eine hohe Intensität aus, die Bilder treten aus sich raus." Sie wies auch auf das System beim Aufhängen der Werke hin: "Es gibt eine Cranachwand, Portraits und Heiligenbilder."

Froh war Gisela Lang auch über die lange Ausstellungszeit. Und im Vergleich zu den Preisen der Originale könne man in Kronach schon ein Schnäppchen machen. Die Werke Popigs stünden nämlich allesamt zum Verkauf. Die Ölmalereien sind noch bis zum 28. Juni zu sehen.