Durch Ereignisse im Straßenverkehr geschieht Leid und Tod, Dinge die wir nicht begreifen können. Das Geschehen macht uns überdeutlich spürbar, dass unser Leben in dieser Zeit Tag für Tag gefährdet bleibt und das Ziel eines jeden Lebens über diese Welt und Zeit hinausreicht.
Besucher der Himmelkroner Autobahnkirche entdecken, unter einem von Professor Gerhard Böhm ganz in Schwarz-Weiß gestalteten dreiteiligen Bild, ein Buch zum Gedächtnis an die Verkehrstoten. In diesem Buch sind schon viele Namen von Verkehrsopfern, die ihr Leben in tragischer Weise auf den Straßen verloren haben, zur Erinnerung eingetragen. Ihr Gedächtnis will uns Mahnung sein und dazu einladen, der bekannten und unbekannten Verkehrsopfer in persönlicher Fürbitte zu gedenken.
So haben die Verkehrstoten, die von Angehörigen zum Eintrag gemeldet wurden, in der Autobahnkirche einen Ort gefunden, an dem an sie gedacht wird und an dem man bei der Messfeier am Sonntag nach Allerheiligen für sie betet.
Am vergangenen Sonntag hat Pfarrer Michal Osak bei der sonntäglichen Messfeier die Namen aller eingetragenen Unfallopfer verlesen lassen, an die tragische Seite des modernen Verkehrs erinnert und an die Verkehrsopfer in persönlicher Fürbitte und im Gebet gedacht.
Pfarrer Osak: "Autobahnkirchen und -kapellen sind christliche Gotteshäuser in unmittelbarer Nähe zu einer Autobahn. Vergleichbar mit der mittelalterlichen Wegekapelle dienen sie zu Einkehr und Besinnung mitten im Unterwegssein: um für Bewahrung vor Unfall zu danken, für eine gute Ankunft zu beten oder einfach um etwas auszuspannen."
Pfarrer Osak gedachte auch in seiner Predigt den Verkehrsunfallopfern und ihren Angehörigen, er dankte Helfern, Rettungsdiensten, Notärzten und Polizeibeamten für ihren selbstlosen Einsatz an Unfallorten an denen sie unmittelbar mit Leid konfrontiert werden und Bilder zu sehen bekommen, die sie so schnell nicht wieder loswerden können.
Er sagte: "Dieser Tag ist der Erinnerung an die Millionen im Straßenverkehr getöteten und verletzten Menschen sowie deren Familien und Angehörigen gewidmet. Er ist aber auch ein Tag des Dankes und des Respektes gegenüber den engagierten und hochprofessionellen Rettungsdiensten, den Polizeibeamten und Ärzten, die tagtäglich mit den traumatischen Folgen von Tod und Verletzung auf den Straßen konfrontiert werden. Viele Unfälle sind bei uns im Erinnerungs- Buch eingetragen und heute wollen wir der Unfallopfer gedenken. Dieses Gedenken begehen wir in besonderer Weise in den Autobahnkirchen und bei uns in Himmelkron erneut nach Jahren der Unterbrechung."
In den kommenden Jahren wird regelmäßig das Gedächtnis an die Verkehrstoten bei der Messfeier zum Totensonntag stattfinden. Hierzu ergeht schon jetzt die Einladung an alle Angehörigen, Freunde und Bekannte von Verkehrsopfern. red