Bei der Waldbegehung der Waldcorporation Herzogenaurach-Welkenbach informierten sich am Kirchweihdonnerstag annähernd 40 "Rechtler" mit weiteren Interessenten über den Zustand des Waldes. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Michael Welker, begrüßte die "Rechtler" in der Halle im Thonwald und erläuterte den Stand der Arbeiten.

Forstmitarbeiter Fabian Grziwa stellte die Situation im Wald seit der letzten Waldbegehung dar. "Es ist das eingetreten, was befürchtet wurde, wir rennen nur noch dem Borkenkäfer nach." Aus diesem Grund mussten rund 100 Festmeter Holz in einem arbeitsintensiven Verfahren für den Harvester eingeschlagen werden.

Kiefern haben Probleme

"Die Kiefer tut sich schwer", sagte Grziwa, dabei beträfe das sowohl junge als auch alte Bäume. Diese Situation sei angesichts der Trockenheit zu erwarten gewesen. Daher konnten auch keine Neupflanzungen vorgenommen werden.

Zu Beginn des Jahres war die Naturverjüngung der Eiche gut, allerdings hat der Frost im Mai zu Schäden geführt. Grziwa rät aber trotz der Schäden im Wald dazu, nicht in Panik zu verfallen. "Die Natur gibt es vor, sie weiß schon, was sie macht", so Grziwa.

Ein weiteres Problem bei der Vermarktung des Holzes aus den Corporationswaldungen sei das Überangebot auf dem Markt: "Die Sägewerke schwimmen im Holz!" Man müsse sehen, wie sich der Markt weiterentwickele. Da andernorts in den Corporationswaldungen die Nachpflanzungen gedeihen, können zum Beispiel im Birkenbühl Zäune abgebaut werden. Angesichts der ungewöhnlichen Lage stellte Michael Welker fest, dass es kein Patentrezept gebe, welche Bäume bedingt durch die Trockenheit gepflanzt werden sollten. Nach der Waldbegehung fanden sich die Teilnehmer auf der Kerwa in Herzogenaurach wieder bei einem gemütlichen Beisammensein ein.