Michael Busch Andreas Scheuer äußerte sich eindeutig: "Radfahren soll attraktiver werden." Wenn der CSU-Politiker momentan auch mehr wegen der Maut und dem Thema "Motorräder für alle" im Gespräch ist, das "Radfahren" bleibt für ihn ebenfalls ein wichtiges Thema. Er will die Straßenverkehrsordnung in zwölf Punkten ändern, um per Reform das Radeln interessanter zu machen.

In Herzogenaurach ist man unabhängig dieser Gedanken pragmatischer. Bereits seit Jahren beschäftigt sich der Arbeitskreis Mobilität und Verkehr innerhalb des Agenda 21-Beirates um die Belange der Radler. In der letzten Sitzung des Beirates berichtete Ursula Walther über die aktuellen Aktivitäten. Die Referierende äußerte ihre Skepsis, dass das Ziel 25 Prozent Fahrradanteil beim Herzogenauracher Binnenverkehr im Modal Split, also die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel, bis 2020 erreicht werden kann.

Schlechte Beläge

"Die Fahrradzählung ist insgesamt fünfmal durchgeführt worden, es zeigt sich keine Entwicklung", führte Walther aus.

Ein anderes Thema für die Zweiradfahrer sei zum Teil der schlechte Zustand der Straßenbeläge. Bürgermeister German Hacker erklärte, dass die Beläge von einem Straßenwärter laufend geprüft werden.

Coolrider geplant

"Ansprechpartner für die Oberflächensanierung ist der Leiter des Tiefbauamtes, Christian Bendler." Positiv bewertet wurde die Planung des Bundesverkehrsministeriums, dass Falschparker auf Geh- und Radwegen mit höheren Strafen belegt werden sollen.

Weitere Themen des Arbeitskreises Mobilität und Verkehr war das Projekt "Coolrider". Das in Nürnberg 2002 gestartete Projekt soll nun auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt eingeführt werden. Coolrider sorgen für Deeskalation bei Konflikten auf dem Schulweg in Bussen und Haltestellen. Eine Schule oder mehrere benachbarte Schulen könnten gemeinsam das VGN-Projekt zu sich an die Schule holen. Schulung und Betreuung würden mit 2300 Euro zu Buche schlagen. Es müssten Sponsoren gefunden werden.