von unserem Mitarbeiter Dieter Hübner

Trebgast — "Das Warten auf das inzwischen vorliegende weitere Gutachten hat uns keinen Vorteil gebracht. Der Vorgang ist damit rechtsstreitig noch nicht durch." Bürgermeister Werner Diersch war in der Sitzung des Trebgaster Gemeinderats am Montagabend schon etwas enttäuscht, dass sich das Hickhack um die Beschädigungen der Brücke im Ortsteil seit über zwei Jahren hinzieht. Nach Rücksprache mit dem beteiligten Ingenieurbüro kann eine vollständige Sanierung vor dem kommenden Winter nicht mehr erfolgen.
Bei einem Ortstermin wurde, auch im Hinblick auf den Winterdienst, abgesprochen, die Befahrbarkeit provisorisch wieder herzustellen. Als Zwischenlösung werden dazu die Sandsteine auf der beschädigten rechten Seite beseitigt, und durch eine Betonmauer ersetzt. Die Arbeiten wurden zum Angebotspreis von 3153 Euro an die Firma RohBau vergeben. Weitere Fragen zum Rechtsstreit wurden in der nicht öffentlichen Sitzung behandelt.

"Von gemeindlichem Interesse"

Auch eine zweite Brücke beschäftigte den Gemeinderat: "Obwohl von den Nutzern der gegenüberliegenden Grundstücke keine Brücke mehr gewollt war, ist die Querung des Weißen Main bei der Trebgaster Mühle von gemeindlichem Interesse", stellte der Bürgermeister zu diesem Tagesordnungspunkt fest.
Das ursprüngliche Vorhaben der Gemeinde, den Feld- und Waldweg "Heugasse" zum beschränkt-öffentlichen Weg abzustufen und einen Steg für Radfahrer und Fußgänger zu bauen, wird fallen gelassen. Ihren am 10. März 2014 gefassten Beschluss haben die Räte jetzt wieder zurückgenommen. Damit kann die Sanierung der Brücke in der vorherigen Form durchgeführt werden.
Diersch wurde ermächtigt, mit den übrigen Beteiligten zu verhandeln, um eine Einigung zu erzielen. Angedacht ist von Seiten der Gemeinde eine Auslegung für fünf Tonnen Traglast. Dafür muss mit Kosten von etwa 40 000 Euro gerechnet werden.

Schilder sollen erneuert werden

Der wieder aktivierte Fremdenverkehrsverein beabsichtigt die Erneuerung beziehungsweise Ergänzung von Hinweisschildern zur Förderung des Tourismus. "Wenn man Touristen will, muss man sie auch an die Hand nehmen und ihnen zeigen, wo es was gibt", erklärte Vorsitzender Alexander Fuchs auf Anfrage. Er sieht die Beschilderung als Orientierung für Urlauber und für Ortsfremde.
Grundsätzlich sieht das auch der Gemeinderat so. Diskutiert wurde aber über die vom Verein geplante Form und die Standorte der Schilder. Emil Lauterbach (CSU/NWG) fragte, ob eine derartige Häufung von Schildern im Zeitalter der Navigationsgeräte überhaupt nötig ist. Die Befestigung an gemeindlichen Straßenleuchten lehne er aus statischen Gründen grundsätzlich ab. Außerdem würden Standorte wie am Marktplatz oder an der Sparkasse das Ortsbild verschandeln.
Mark Ständner (CSU/NWG) fragte, ob es sein muss, Objekte bis fast nach Kulmbach auszuschildern. Bemängelt wurde weiterhin, dass bei der Größe einiger Schilder deren Inhalt bei der Schnelligkeit des Passierens gar nicht aufgenommen werden könne. Das Gremium beauftragte den Bauausschuss, mit dem Fremdenverkehrsverein eine Ortsbegehung durchzuführen und die Punkte zu klären.