Spaß am Engagieren zeigten die Jugendlichen der evangelischen Kirche in der Freizeit- und Tagungsstätte des Christlichen Vereins junger Menschen (CVJM) in Altenstein. Dort fand eine Mitarbeitergrundschulung des evangelischen Dekanatsjugendreferats Rügheim für zwölf junge Mitarbeitende statt. Diese kamen aus den Städten Ebern, Königsberg und Haßfurt.
Am ersten Abend ging es um die Orientierungsphase mit Kennenlernspielen und Aufwärmübungen. Bei einer von Dekanatsjugendpfarrerin Melanie von Truchseß angeleiteten Übung setzten sich die Jugendlichen mit ihren eigenen Vorbildern, ihrer Motivation und ihren Erwartungen auseinander.
Unter Leitung von Dekanatsjugendreferent Siegfried Weidlich und CVJM-Jugendsekretär Jeremy Vernon ging es um Gruppendynamik. Bei der Turmbauübung bauten zwei Gruppen mit wenig Material jeweils einen hohen, stabilen Papierturm. Dabei konnten Gruppenprozesse hautnah erlebt werden.


Wirkfaktoren und Führungsstile

Praktische Übungen und theoretische Grundlagen der Gruppendynamik und Gruppenpädagogik wechselten einander ab. So konnten Definition einer Gruppe, Gruppenphasen, Rollen in der Gruppe, Wirkfaktoren und Führungsstile verdeutlicht werden. Besonders gut kamen die verschiedenen Vertrauens- und Kooperationsspiele wie "Der Vertrauensfall" und "Das Spinnennetz" an.
Ferner wurden das Material aus der Erlebnispädagogikbox ausprobiert sowie viele Praxishilfen, Spielbeschreibungen und Ideen dem Jugendleiterhandbuch beigefügt. Dekanatsjugendpfarrer Sieghard Sapper stellte verschiedene Bausteine für eine Andacht vor und segnete schließlich die Mitarbeitenden. Wichtige Präventionsthemen wie beispielsweise "Rechte und Pflichten als Gruppenleiter", "Sexueller Missbrauch - bei uns nicht", "Umgang mit Notsituationen" und "Festlegung auf den Ehrenkodex der evangelischen Jugend Bayern" waren weitere Schwerpunkte, ebenso der Aufbau und die Strukturen in der Jugendarbeit.
Der Grundkurs zeigte auf, was die zukünftigen Gruppen- und Freizeitleiter als Mitwirkende in der Gemeinde erwartet: Viel Spaß, aber auch viel Verantwortung.


Viele neue Kontakte geknüpft

Das Fazit der Jugendlichen: "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben viele neue Kontakte geknüpft und dabei wichtige Dinge gelernt."
Nun folgen noch eine zweite Schulung und ein Erste-Hilfe-Kurs. Dann haben sie ihr Ziel nach 40 Schulungsstunden endlich erreicht: den Erhalt der staatlich anerkannten Jugendleiter-Card. red