Bamberg — Die einmalige Gelegenheit, mit Michaela Schwarzmann und Johannes Schreiber ins Gespräch zu kommen, bietet sich Interessierten am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr. Die beiden Künstler arbeiten seit Anfang September in den Pavillons des Terrassengartens auf dem Michaelsberg an Werken, die sich vor den Augen der Besucher entwickeln.
Karin Dengler-Schreiber spricht mit den Künstlern über ihre Arbeiten, ihre Intentionen und Eindrücke, aber auch über die Erfahrungen während der Arbeit an den Werken und im Kontakt mit dem Publikum. Treffpunkt ist der Nordpavillon.
Bereits zwei Tage zuvor, am Freitag, 25. September, wird die Präsidentin der Europäischen Totentanzvereinigung, Uli Wunderlich, im Südpavillon vor den Arbeiten von Johannes Schreiber über den Totentanz sprechen. Ab 17 Uhr erfahren interessierte Besucher alles über die Kultur- und Kunstgeschichte dieses makabren Themas, aber auch über den Totentanz in der Heilig-Grab-Kapelle in St. Michael, der Johannes Schreiber als Inspirationsquelle für seinen Bamberger Totentanz diente.
Seit 4. September entwickelt sich dieses Kunstprojekt im Terrassengarten des Michaelsberges. Michaela Schwarzmann hat mit ihrer Arbeit schon einigen "Pflanzen ans Licht" verholfen. Rosen, Mohn und Veilchen erblühen - teils gezeichnet, teils genäht - auf Papier und Transparentpapier zu luftigen Pflanzenmotiven. An dünnen Drahtseilen vor den Fenstern des Nordpavillons aufgehängt, entfaltet sich der durchscheinende Charakter der Blätter.
So erscheinen die Pflanzen je nach Lichteinfall wie bewegt in ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Die Künstlerin benäht und bestickt die Blätter mit einer mechanischen Nähmaschine, an der sich auch die Besucher gern einmal ausprobieren dürfen.


Skelette in Glas gelegt

Johannes Schreiber hat seinerseits bereits etliche Skelette in Glas gelegt. Der Künstler hat eine komplette Mosaikwerkstatt im Südpavillon des Terrassengartens eingerichtet. Täglich entsteht ein neues Glasmosaik. "Der Bamberger Totentanz" spielt bereits Basketball, gärtnert mit einer Schaufel oder zecht auf dem Keller. Die Entwürfe und Vorlagen sind in Kartoffeldruck an den Wänden des Pavillons zu sehen.
Noch bis zum 4. Oktober sind die Künstler jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr auf dem Michaelsberg und vollenden ihre Arbeiten. Das Vorbeischauen lohnt sich. Der Eintritt ist frei.
Mehr Infos und weitere Veranstaltungen rund um das Michaelsbergjubiläum gibt es im Internet unter www.1000-Jahre-Michaelsberg.bamberg.de. red