Susanne Deuerling Klöppelmuseum, Breitbandausbau und Biodiversität sowie eine Ehrung standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Nordhalbener Gemeinderates.

Zahlen und Fakten legte die Leiterin des Klöppelmuseums, Beate Agten, dem Gremium vor. Nach den neuesten Berichten sind die Eintrittszahlen in den letzten zwei Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch die Kursteilnehmer haben sich von 200 im Jahr 2017 auf etwa 1450 im Jahr 2019 gesteigert. Dadurch, dass man seit 2019 einen Raum weniger zur Verfügung hat, dieser wird von der Volkshochschule genutzt, spare man 700 Euro Miete ein. Der Unterricht zweimal die Woche für die Kinder werde immer noch gut angenommen. Insgesamt kamen im aktuellen Jahr schon an die 400 Kinder.

Auch bei Ausstellungen sei man optimistisch, sagte Agten. In diesem Jahr sind bisher drei Ausstellungen gelaufen und haben so auch Fachpublikum nach Nordhalben gebracht. Auch auf dem Werbesektor hat sich einiges getan. Man war bei der Gartenmesse in den Saaleauen präsent und beim Regio Reisemarkt in Ludwigsstadt. Das historische Stadtspektakel wurde ebenso bereichert wie der Nordhalbener Kunstsommer und die Schieferwochen. In den sozialen Medien ist man auf Instagram und Facebook aktiv. "Hier haben wir viele Reaktionen und einige Bilder gingen schon rund um die Welt", sagte Beate Agten stolz.

Horst Wolf, gen. Schmidt (FW) und Michael Wunder (CSU) dankten der Leiterin für die Arbeit und die positive Resonanz und Entwicklung. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) fragte nach der Zusammenarbeit mit Bad Steben, dem Oberen Rodachtal und Thüringen. Beate Agten meinte, dass die gemeinsame Umsetzung mit der Ausrichtung des Oberen Rodachtals in Sachen Natur schwierig sei. In Bad Steben ist man mit eingebunden bei der Erstellung eines Textilweges und die Zusammenarbeit mit Thüringen soll zeitnah in Angriff genommen werden.

Spendenkonto wird eingerichtet

Der für das Biodiversitätsprojekt zuständige Ansprechpartner Michael Büttner stellte den Antrag, ein Konto für den Eingang der Fördermittel und Spenden der Bevölkerung einzurichten. Damit soll der Haushalt der Gemeinde entlastet und vor allen Dingen eine kurzfristige Handlungsfähigkeit gewährleistet werden. Die Verwaltung des Kontos liegt in den Händen der Gemeindeverwaltung. Es wurde einstimmig beschlossen, ein Konto einzurichten und für Michael Büttner und Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) eine Verfügungsberechtigung bis 500 Euro anzusetzen.

Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger gab einen Sachstandsbericht über den Breitbandausbau im Außenbereich des Gemeindegebietes von Nordhalben. Insgesamt 28 Anwesen sind davon betroffen, davon sind 20 bereit, sich anschließen zu lassen. Nach einer Markterkundung stellte sich jedoch heraus, dass kein Anbieter ein Gesamtgebot abgeben würde. Daraufhin wurde das Projekt in zwei Lose aufgeteilt.

Für das Los 2 (Richtung Ködelberg mit Stengelshof usw.) gab die Firma Thüga ein Angebot ab. Für beide Lose ging noch ein Angebot einer bisher unbekannten Firma ein. Telekom selbst gab kein Angebot ab. Michael Wunder (CSU) meinte, dass man wenigstens wieder ein Teilgebiet erschließen könne, vielleicht gehe es ja dann noch weiter. Bernd Daum (FW) sagte, man solle auch die Alternativen wie Satellit oder ähnliches im Auge behalten.

Ehrung für Milena Scherbel

Das Gremium und Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) waren stolz, mit Milena Scherbel eine oberfränkische Kammersiegerin im Friseurhandwerk in ihrer Gemeinde zu haben. Der Bürgermeister gratulierte und überreicht e der jungen Frau ein Geschenk.