katharina Müller-sanke

Seit 70 Jahren können sich die Trumsdorfer über einen eigenen Posaunenchor freuen. Die Blechbläser aus Trumsdorf, Alladorf, Tannfeld, Lochau und zeitweise auch aus Schönfeld bereichern seither Gottesdienste und spielen auch so mal zu Feierlichkeiten. Am Wochenende hat es ein kleines Standkonzert anlässlich des Jubiläums gegeben. Viele der Gründungsmitglieder sind nicht mehr am Leben. Hans Pfaffenberger schon. 70 Jahre hat er selbst im Posaunenchor mitgespielt und erst jetzt hat der Tannfelder sein Instrument an den Nagel gehängt. Eine beachtliche Leistung und ein großes Durchhaltevermögen des 86-Jährigen, für das sich der Chor und auch viele Ehrengäste natürlich bedanken.
Im Trumsdorfer Posaunenchor sind Blechblasbegeisterte aller Altersklassen, das jüngste Mitglied ist erst elf Jahre alt. Auf der Probe tauscht man sich aus, man unterrichtet sich gegenseitig - oder selbst. So wie Dirigent Heinz Schwarz. Er hat erst mit 32 Jahren mit dem Trompetenspielen angefangen. und sich das Trompete spielen selbst beigebracht. Kurze Zeit später ist er im Posaunenchor aufgenommen worden und als fünf Jahre später ein neuer Chorleiter gebraucht wurde, ist Schwarz eingesprungen. Seit 25 Jahren gibt er nun den Takt an.
Dass der Posaunenchor auch einen gesellschaftlichen Nutzen hat, steht für ihn außer Frage. Weil man derzeit mit acht Mitspielern etwas dünn aufgestellt sind, hat man sich für das Konzert am Sonntagnachmittag Unterstützung geholt: Der Posaunenchor Busbach hat mitgespielt. Und so kommt auch noch die Nachbarschaftspflege dazu. Geehrt wurden bei der 70-Jahr-Feier: Manfred Popp (30 Jahre Bläserdienst), Chorleiter Heinz Schwarz (30 Jahre Bläserdienst und 25 Jahre Chorleiter), Hans Pfaffenberger (70 Jahre Bläserdienst) und Barbara Pirkelmann (30 Jahre Bläserdienst).