Die Freien Wähler haben gewählt und schicken Stefan Dobler ins Rennen um den Rathausstuhl. Seit Oktober vergangenen Jahres ist der 59-jährige Elektroingenieur, der als Entwicklungsleiter bei einer Nürnberger Flugzeugfirma arbeitet, Vorsitzender des Freien Wähler (FW) Ortsverbands.

Generationenwechsel

"Da haben wir den Generationenwechsel eingeleitet und können ein gutes, junges Team antreten lassen", verspricht Dobler. Mit ihm wären drei Kandidaten, darunter auch Frauen, für das Amt bereit gewesen. Aufgrund familiärer Situation wurde dann Stefan Dobler einstimmig nominiert. Die Entscheidung, dass er überhaupt kandidieren wird, ist bei ihm nach und nach gereift. Er sei kein gebürtiger Neunkirchner, leitet aber eine große Organisation, hat somit Erfahrung in der Budget- und modernen Menschenführung und er liebt Neunkirchen. "Ich lebe schon lange hier und möchte Neunkirchen etwas zurückgeben", betont Dobler. Aber er kenne auch den Rest der Welt.

Das seien durchaus Vorteile, findet er. Als politischer Newcomer könne man ihn bezeichnen. Für den Gemeinderat hatte er schon kandidiert, schaffte aber den Sprung ins Gremium nicht und verfolgte und gestaltete die Politik in der Partei.

Aber: "Wenn ich Bürgermeister werden würde, wäre ich kein Verwaltungsbürgermeister, sondern würde die Dinge anpacken, würde verändern", sagt Dobler. Ein Blick von außen zeige ein gutes Bild von Neunkirchen, eine Marktgemeinde, die gut da steht.

Zukunftsvisionen

Von dieser Sicht ausgehend hat Stefan Dobler mit den Parteimitgliedern und möglichen Gemeinderäten der Freien Wähler Zukunftsvisionen erstellt. Wie stellten sie sich Neunkirchen 2030 vor?

Soziales und die Schulentwicklung sollen weiter nach vorn geführt werden, war ein Beispiel. Angesichts der unterschiedlichen Lebensphasen, die ein Mensch durchläuft, sollte auch ein reichhaltiges kulturelles Leben im Ort möglich sein. Eine Kleinkunstbühne oder ein Kino sind neben der ökologischen Weiterentwicklung des Ortes bei dem Blick in die Zukunft genannt worden.

Natürlich tritt Stefan Dobler, Vater von zwei erwachsenen Kindern an, um zu gewinnen. Auch zwei Wahlperioden wären möglich. An der Kommunalpolitik ist Dobler sehr interessiert, denn die Mitarbeit bei den Freien Wählern, denen er seit 15 Jahren angehört, ist die einzige vereinsmäßige Mitgliedschaft bislang. Stefan Dobler jedenfalls ist mit dem jungen Team der Freien Wähler als Rückenwind zuversichtlich für eine gute Kommunalpolitik.