"Ich möchte gestalten, neue Ideen einbringen, ein Netzwerk bilden und dabei auch über den Tellerrand schauen", sagt die neue Leiterin für Kultur und Tourismus der Stadt Haßfurt, Silke Brochloß-Gerner. Sie wird ihr Amt zum 2. Juli antreten.
Nach dem Weggang von Petra Lettang als Leiterin des Kulturamts im September 2016 war Petra Zirkler für den Bereich Kultur zuständig gewesen, während Anna Anania sich ab Februar 2017 hauptsächlich dem Bereich Tourismus widmete. Als Anania dann im Frühjahr dieses Jahres in Mutterschutz ging, beschloss die Stadt Haßfurt, beide Bereiche zu bündeln und eine neue Leiterin zu suchen.
"Wir sind froh, mit Silke Brochloß-Gerner eine engagierte und kompetente Persönlichkeit gefunden zu haben, die durch ihre Erfahrung mit Sicherheit eine Bereicherung für das kulturelle Leben und die touristischen Aktivitäten in unserer Stadt sein wird", betonte Stephan Schneider, Leiter der Hauptverwaltung der Stadt Haßfurt.
Die Diplom-Betriebswirtin, die seit 2007 in der Sparkasse Ostunterfranken arbeitete, wurde mit der Fusion mit der Sparkasse Schweinfurt stellvertretende Leiterin Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Sie erzählt, dass sie sich beworben habe, weil sie das vielschichtige Aufgabengebiet gereizt habe. "Ich bin gebürtige Haßfurterin und möchte meine Heimat gerne mitgestalten." Schließlich habe sie nun eine Koordinierungsaufgabe, um mit den Kunst- und Kulturschaffenden in Haßfurt, dem Stadtmanager, dem Aktionskreis Haßfurt Aktiv, der Gastronomie und den sonstigen Gewerbetreibenden die Zukunft Haßfurts zu gestalten.
"Wir wollen, dass Kultur und Tourismus zu einer Einheit werden und dass Veranstaltungen so konzipiert werden, dass sowohl die Bürger als auch die Gäste davon profitieren können", teilte die 40-Jährige mit. "Das Kulturamt muss ein attraktives Programm für alle Gruppen bieten."
Für sich selbst sieht Brochloß-Gerner vier Schwerpunkte: Zum Einen wird sie das Kulturprogramm und weitere Veranstaltungen wie das Marktplatzfest oder das Literaturfestival mitplanen und gestalten, aber auch neue Ideen einbringen und Konzepte für Veranstaltungsformen erstellen. Zum Zweiten möchte sie den Tourismus ausbauen, weiterentwickeln und dabei auch die umliegenden Kommunen einbinden.


Fünf Mitarbeiter im Team

Zum Dritten liegt ihr die Netzwerkarbeit am Herzen. "Das Kulturprogramm bleibt ein Angebot der Stadt. Doch ich werde auch Kontakt zu den unterschiedlichsten Interessengruppen aufnehmen und schauen, was man gemeinsam Neues schaffen kann", sagte sie. Zum Vierten wird sie an der Umsetzung des "Kunsthauses" mitwirken und dieses mit Wechselausstellungen durch ein Netzwerk aus Kunstschaffenden beleben.
"Ich bin ja nicht alleine, sondern habe ein Team von fünf Mitarbeitern", betonte sie angesichts der vielen Herausforderungen, denen sie sich stellen möchte.