Bei seinem Bericht über die Lage am Ausbildungsmarkt im Landkreis Haßberge (siehe Bericht unten) verhehlte Peter Stretz von der Agentur für Arbeit Haßfurt nicht, dass es gerade in den Pflegeberufen einen extremen Fachkräfte- und Nachwuchsmangel gibt. "Die Chancen in diesen Berufen sind auch durch die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten sehr gut, und der Bedarf ist sehr hoch", sagte er.

So ist auch das Haus St. Bruno des Caritasverbands für den Landkreis Haßberge in Haßfurt an weiteren Auszubildenden sehr interessiert. "Wir haben derzeit vier Auszubildende im zweiten und dritten Lehrjahr, aber wir würden gerne in jedem Jahr mindestens zwei Frauen oder Männer ausbilden", so Olga Mikulski von der Pflegedienstleitung. "Denn Ausbildung ist uns sehr wichtig!"

Dass dieser Beruf sehr erfüllend sein kann, erzählt Marieluis Baum aus Haßfurt, die im Haus St. Bruno im zweiten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Altenpflege tätig ist. "Ich wollte gerne im sozialen Bereich und vor allem mit älteren Menschen arbeiten, die meine Hilfe in Situationen benötigen, in denen sie nicht mehr alleine zurechtkommen", sagt die 19-Jährige.

Sie hatte nach dem Besuch der Realschule im Rahmen einer berufsvorbereitenden Maßnahme unter anderem ein Praktikum in St. Bruno absolviert und dort dann eine Lehrstelle erhalten. Ihre bisherigen Erfahrungen bewertete sie als sehr positiv. "Die Bewohner sind sehr dankbar und sehr lieb. Für sie sind wir echte Bezugspersonen und damit sehr wichtig", sagt sie.

"Zudem finde ich die Kollegen echt super, das Arbeitsklima ist richtig gut. Das renovierte Haus ist sehr schön und die körperliche Belastung bei der Arbeit ist durch viele Hilfsmittel wirklich auf ein Minimum reduziert. Ich gehe voll gerne zur Arbeit", schwärmt Marieluis Baum.