Der letzte Abend des Missio-Camps bot mit Albert Frey einen besonderen Höhepunkt. Albert Frey ist einer der bekanntesten Lobpreis-Songwriter der modernen christlichen Musikszene. Vor einigen Jahren war er bereits schon einmal im Missio-Camp zu Gast.
Die Anbetung Jesus stand im ersten Programmteil im Vordergrund. Gleich mit zwei Klassikern startete Frey in sein Programm. "Zwischen Himmel und Erde", ein Song, der es in sich hat, der die Bedeutung Jesus für die Welt ins kraftvolle Zeilen fasst. Weiter ging es mit "Anker in der Zeit".
Von der ersten Note an sang das Publikum begeistert mit. Auch Albert Frey war begeistert von der Atmosphäre im Missio-Camp. "Hier ist ein geistlicher Boden bereitet."
Weiter ging es mit Songs, die Jesus Ehre und Anbetung in den Mittelpunkt stellten. Nachdenkliche Songs, die einladen tiefer zu sehen und zu fühlen, die mit immer neuen Worten und Melodien versuchen ein Teil dieses Gottes zu beschreiben. Als "wahrer Morgenstern", als "Menschensohn", als "Jesus Erlöser der Welt" wurde er besungen.
Seit 1982 widmet sich Albert Frey dem Lobpreis. "Damals war ich 18 Jahre alt und übergab Jesus mein Leben." Auch wenn sich die glühende Begeisterung heute anders anfühle, wenn mehr Tiefe und Nachdenklichkeit hinzu gekommen seien, Frey bekannte: "Ich bin noch immer Jesus-Freak".


Die zweite Lebenshälfte

Tiefer, schärfer, klarer und reifer könne in der zweiten Lebenshälfte geglaubt, gelebt und geliebt werden, lud er den eigenen Glauben und das eigene Leben zu reflektieren.
Bewusst sprach Albert Frey hier die Männer an, die sich oft zurückziehen, funktionieren oder resignieren, die nicht mehr in ihr Herz finden. Vor diesem Hintergrund habe der biblische Ruf Gottes "Wo bist du Adam" für Albert Frey einen ganz neuen Aspekt bekommen.
Nicht der mahnende Gott rufe da, sondern der sich sorgende Gott, der Sehnsucht nach Adam habe.
Eine Reihe Lieder folgten, die vor allem die männliche Seite ansprachen. Aber Frey beruhigte das weibliche Geschlecht. "Wir haben alle eine männliche und weibliche Seite." Letztlich gehe es für beide Geschlechter darum Herz und Seele zu behüten und gesund zu erhalten.


Heitere Gelassenheit

Sehr nachdenklich wurde es mit dem Song "Sonne steh still", der sich mit dem Leben in der zweiten Lebenshälfte befasst. "Ich will oft noch so viel, bekomme nicht genug. Aber meine Aufgabe ist es nicht mehr, meine Zeit immer mehr zu füllen, sondern in heiterer Gelassenheit mehr loszulassen."
Und so singt Frey: "Es bleibt so wenig von meiner Lebenszeit. So rinnt der Sand durch meine Hand. Gott lehre mich Verzicht und Leichtigkeit."
Doch nicht mit Schwere, sondern, mit Partystimmung endete das Konzert. Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Plätzen. Es wurde gesungen und geklatscht und "die Freiheit der Kinder Gottes" mit einer unendlichen großen Freude besungen. Zum Abschluss gab es die Hymne "Für den König". bem