"Lach-Art" ist das Leitthema der Frühjahrsausstellung der Kultur-Initiative Bad Staffelstein (Kis), die am Donnerstag, 28. März, mit einer Vernissage im Stadtmuseum am Kirchplatz eröffnet wird. Ein für den Kunstbetrieb eher ausgefallenes Thema: Die Internetsuchmaschine Google findet "Lach-Art" der Kis auf Anhieb.

Ernsthafte Themen dominieren

Humor und Heiterkeit stehen bei den allgemein von den bildenden Künsten behandelten Themen eher im Hintergrund. Kunst wird dominiert von sehr ernsthaften Themen und Sachverhalten, sozialen Missständen, Umweltzerstörung, Klimawandel, Armut und Rassismus. Das Böse und die Katastrophen, die tagtäglich aus den Medien via Funk, Fernsehen und Internet auf die Menschheit rieseln, sind einfach plakativer, und dafür lassen sich in der künstlerischen Umsetzung auch leichter Symbole und eindeutige Situationen finden. Lustiges und Humorvolles darzustellen bedarf neben genauer Beobachtung auch vieler Überlegungen, Vorarbeiten und Skizzen, bis letztlich fröhliche Bilder entstehen können.

Nicht nur der reine Spaßfaktor

"Lach-Art" soll aber durchaus auch nicht unkritisch sein und auch auf Alternativen und Lösungsmöglichkeiten hinweisen. Der reine Spaßfaktor, der oft vielschichtige Sachverhalte nur ins Lächerliche zieht und der sich bei Comedy und Kabarett immer mehr durchzusetzen scheint, stellt nur eine sehr vordergründige und eigennützige Lösung dar.

Die Organisatoren der Ausstellung, Anton Köcheler als Leiter des Arbeitskreises Kunst der Kis und Kis-Vorsitzender Hermann Hacker bezeichnen es als Hauptziel der Ausstellung, der viel beschworenen "typisch deutschen Angst", dem ewigen Weltschmerz und dem verbreiteten Jammermodus eine humorvolle Gegenwelt entgegenzustellen. Dabei sind sie sich natürlich bewusst, auf welch rutschiges Parkett sie sich begeben, denn Humor ist meist etwas sehr Individuelles: Worüber der eine sich halb totlachen kann, hat der andere vielleicht nur ein müdes Lächeln übrig.

Glossen von Markus Häggberg

In der Ausstellung werden Arbeiten von zwölf Mitgliedern des Kunst-Arbeitskreises gezeigt. Die Vernissage wird musikalisch von Erik Konietzko begleitet und Glossen von Markus Häggberg enthalten. Beide werden bemüht sein, einen fröhlichen und lockeren Rahmen für die Vernissage zu schaffen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. red