Zum letzten Heimspiel der Saison gab bei der HSG Rödental/Neustadt im Derby die HG Hut/Ahorn ihre Visitenkarte in der Franz-Goebel-Halle in Rödental ab.

Ahorn wird die Bezirksoberliga-Saison im gesicherten Mittelfeld abschließen und konnte den Favoriten nicht in Bedrängnis bringen. Die Rödentaler setzten sich in einem munteren Lokalderby letztlich deutlich mit 30:19 durch und zogen zumindest kurzzeitig an Spitzenreiter HaSpo Bayreuth II, der am Wochenende spielfrei war, vorbei.

Der eingelegte Einspruch der HSG Rödental/Neustadt gegen die Spielwertung der Partie gegen die SG Bad Rodach/Großwalbur (22:22) wurde derweil am Wochenende abgelehnt. Die Rödentaler müssen also auf einen Bayreuther Ausrutscher hoffen, um doch noch aufzusteigen. HSG Rödental/Neustadt - HG Hut Ahorn 30:19 (13:7)

Mit einer konzentrierten und engagierten Defensivleistung machte es die HSG der Angriffsreihe der Gäste schwer. Lediglich im eigenen Offensivspiel war noch Sand im Getriebe. Beim Spielstand von 13:7 wurden die Seiten gewechselt. Die HSG-Jungs taten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs etwas schwerer, Ahorn nutzte diese Phase clever aus, um zügig auf 14:17 zu verkürzen. Nach einer Auszeit besann sich der Gastgeber seiner Stärken und baute den Vorsprung bis zum Spielende auf elf Treffer aus.

"Wir wollten uns heute mit einer ansprechenden Leistung bei unseren Zuschauern für die tolle Unterstützung über die gesamte Saison bedanken. Bis auf die Schwächephase zu Beginn der zweiten Halbzeit ist uns das, denke ich, auch ganz gut gelungen", resümiert der zehnfache Torschütze Nicolas Carl nach der Partie. Sein Coach Stefan Fladt zeigte sich nach der Partie ebenfalls zufrieden: "Nach unserem Patzer in Rodach haben die Jungs diese Woche ordentlich trainiert und heute auch eine angemessene Reaktion gezeigt. Wir wollten allen Spielern ausreichend Spielzeit geben, um sich in diesem letzten Heimspiel der Saison bei den Zuschauern präsentieren zu können." HSG Rödental/Neustadt: J. Faber, de Rooij; Carl (10/5), Jäckel (4), Bernecker (4), Metz (3), Weitz (3), M. Weißbrodt (3), Boseckert (1), Krauß (1), Korn (1), Oehrl, Zimmermann, Göpfert. metz SG Marktleuthen/Nied. - TV Weidhausen 27:20 (10:11)

Zehn Minuten vor dem Spielende zwischen der SG Marktleuthen/Niederlamitz und dem TV Weidhausen war für die Gäste die Welt noch in Ordnung. In der 50. Minute glich Sebastian Büttner zum 18:18 aus. Doch danach folgte ein Einbruch der Steinberger-Schützlinge, die am Ende mit 27:20 (10:11) geschlagen die Heimreise antraten.

Zwischen der 54. und der 57. Spielminute erhöhten die Gastgeber durch vier Tore in direkter Folge ihre Bilanz auf 25:18 Treffer. Damit war die Messe gelesen, zumal die Spielgemeinschaft nach einer Auszeit bis auf 27:19 erhöhen konnte. Mit einem Treffer in der Schlusssekunde stellte Florian Büttner, der neben Christian Büttner zu den effektivsten Werfern beim TV Weidhausen gehörte, den Endstand her.

Ärgern konnte sich der Tabellenneunte auch über drei Strafwürfe, die nicht verwertet wurden. Während Weidhausen damit keine seiner Chancen nutzte, waren die Gastgeber bei sieben Versuchen zumindest dreimal erfolgreich.

Ihr größtes Plus hatten sie jedoch in der Effektivität von Jakob Kassing und Erik-Ludwig Hammer, die mit ihren vielen Treffern die Abwehr des TV Weidhausen vor ernste Probleme stellten. TV Weidhausen: Swoboda; C. Büttner (5), F. Büttner (5), Schmidt (3), S. Büttner (2), Freitag (2), Walter (1), Querfeld (1), Reichel (1), Schrepfer, Nowak, Gebhard. kag HC 03 Bamberg - Bad Rodach/Gr. 26:29 (11:14)

Die Bamberger hatten von Beginn an Probleme, die wurfstarken Bad Rodacher Tom Kretschmer und Axel Wutschka zu kontrollieren, wobei ihnen der angeschlagene HC-Kreisläufer Patrick Pfründer Paroli geboten hat. Aufgrund zahlreicher technischer Fehler sowie einer schwachen Abwehrleistung musste der HC 03 mit einem 11:14-Rückstand in die Kabine.

Die Bamberger Siebenmeterschützen scheiterten des Öfteren am starken Gästetorwart Daniel Weschenfelder, so dass sich die Gäste in der 42. Spielminute mit 18:14 absetzen konnten.

Erst durch die 5:1-Abwehrumstellung und leichte Tore durch die erste und zweite Welle gelang den Bambergern in der 52. Minute durch Routinier Matthias Müller der 22:22-Ausgleich. In der Schlussphase mangelte es den Gastgebern an Konzentration und Cleverness, so dass die SG Bad Rodach/Großwalbur letztlich der verdiente Sieger in dieser Partie war . SG Bad Rodach: Weschenfelder; Kretschmer (12/1), L. Wutschka (8/1), Kräußlich (4), Rottenbach (2), Ellis (2), Tendera (1), Franzl, Riedelbauch, Fischer. ct