Gerold Snater Im Königsberger Stadtteil Holzhausen, der früher zu den Faschingshochburgen im Landkreis zählte, war es in den letzten Jahren rund um den Fasching still geworden. Zwei, manchmal auch drei Büttensitzungen, sogar oft mit Akteuren der "Fränkischen Fasenacht" waren jährlich die Regel. Ein Kinderfasching war zuletzt übrig geblieben.

Doch im vergangenen Jahr wurde im Saal des Sportheims mit einem "Bunten Abend" die Wiedergeburt des Faschings in Holzhausen eingeläutet. In diesem Jahr ging es dort weiter. Diesmal wieder mit einer Büttensitzung, die unter dem Motto stand: "Das Alte verschwindet, das Neue wird bleiben. Fasching am Tivoli wird's immer geben."

Bewährte und neue Akteure

Der Saal war voll besetzt und das Programm ansprechend. Neben einigen "altgedienten Faschingsnarren" unterhielten viele junge Akteure, denen man ihren Spaß anmerkte. So die kleine Leonie Schmidt und ihr Bruder Jannis mit ihrem Vortrag "Die zwo Schmidtn Babys", bei dem sie sich unter anderem auch mit dem Leben ihrer Eltern beschäftigten. Oder beim Vorführtanz der kleinen "Dancing Kids" mit ihrem Hexentanz. Elf Mädchen begeisterten die Zuschauer so, dass sie um eine Zugabe nicht herumkamen.

Garde auf der Bühne

Obwohl in diesem Jahr wieder "Büttensitzung" war, so zog nicht, wie vor Jahren, ein Elferrat unter dem Beifall des Publikums zu Beginn des Abends in den Saal ein und nahm auf der Bühne Platz. Begonnen wurde diesmal mit dem plötzlichen Erscheinen von "Tom und Heidi" in Person von René Haßfurther und Markus Simon, die mit ihrem Lied gleich für die richtige Stimmung sorgten. Empfangen wurden sie von den beiden Moderatoren des Abends, Manuel Schuster und Patrick Lugert, die zudem die Holzhäuser Gardemädchen auf die Bühne mitgebracht hatten, die mit einem Marschtanz die Stimmung im Publikum weiter steigerten.

Dass sie aber nicht nur zum Marschrhythmus über die Bühne wirbeln können, zeigten sie später auch bei einem Indianer-Showtanz. Insgesamt wurde den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm geboten, das von Büttenreden über Sketche und weitere Wortbeiträge bis hin zu glanzvollen Tänzen reichte.