Die Hofheimer SPD sprach Ehrungen aus. Bei einer Wahlveranstaltung wurden verdiente und langjährige Mitglieder gewürdigt. Für 50 Jahre: Helga Stößel, Werner Barth, Peter Reich. Für 40 Jahre: Sieglinde Stahl, Gabriele Haase, Berthold Haase, Josef Derleth, Frank Stößel. Für 25 Jahre: Oliver Hömerlein, Marco Wohlfeil und Manfred Kirchner.

Ob 50 oder 40 oder 25 Jahre gefeiert wurden, alle Mitglieder vereinte die Erfahrung, dass es die SPD war, die sich für sie in ihrem Leben eingesetzt hat. Bei den einen war es der zweite Bildungsweg mit dem Bafög, das Kindern aus wenig begüterten Elternhäusern die Chance eröffnete, das Abitur nachzuholen oder gar zu studieren. Für andere waren es die alten Zöpfe einer heuchlerischen Sexualmoral, die die SPD abschnitt. Unvergessen sind, wie aus einem Bericht der Partei weiter hervorgeht, die Barrieren für die Frauen, die die SPD aus dem Weg räumte. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Konrad Spiegel, erinnerte an die vielen Motive, die Menschen veranlassten, Mitglied der SPD zu werden.

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar aus Maßbach zog detailliert Bilanz von den Erfolgen der letzten Jahre auf dem Gebiet des Gesundheitswesens - Erfolge der CDU/CSU-SPD-Regierung, von denen selten etwas zu lesen sei, die aber dann umso geschätzter seien, wenn man davon betroffen ist. Beispiel: Über Nacht habe es eine Familie finanziell hart treffen können, wenn sie für die Pflege der Großeltern aufkommen musste. Bisher mussten Angehörige laut Dittmar für Pflegekosten ihrer pflegebedürftigen Eltern oder Kinder aufkommen. Jetzt werde auf das Einkommen der Angehörigen erst dann zurückgegriffen, wenn sie mehr als 100 000 Euro Einkommen im Jahr haben - ansonsten würden die Kosten für die Hilfe zur Pflege vom Staat übernommen.

"Was für den Bund gilt, gilt auch für den Landkreis Haßberge", sagte der Landratskandidat Wolfgang Brühl. "An erster Stelle", so der Eltmanner, "steht für mich die Gesundheit der Menschen im Landkreis." red