Nach ihren Erfolgen in diesem Jahr mit dem oberfränkischen Marathonrekord in Hannover, der Titelverteidigung beim Bamberger Weltkulturerbelauf und dem eindrucksvollen Sieg beim Kuckuckslauf in Kemmern, bei dem sie noch vor dem schnellsten männlichen Starter das Ziel erreichte, startete Brendah Kebaya von der LG Bamberg erfolgreich bei weiteren internationalen und hochklassigen Laufwettbewerben.

In einem international stark besetzten Feld beim Trento-Halbmarathon, der durch die Altstadt im italienischen Trient führte, erreichte sie den fünften Platz in neuer oberfränkischer Rekordzeit von 1:12:01 Stunden. Damit lief sie in der deutschen Jahresbestenliste auf Rang 4. Nur ein paar Tage später stand in Berlin mit den "Great 10K" ein ebenfalls sehr stark besetzter Lauf über zehn Kilometer auf dem Plan. Sie beendete dieses Rennen auf Platz 3 in der ebenfalls neuen oberfränkischen Rekordzeit von 32:42 Minuten.

Im Einlauf lag sie nur drei Sekunden hinter Katharina Steinrück, die für Olympia 2020 qualifiziert ist, und vor zwei stärker eingeschätzten Kenianerinnen. Diese Zeit ist die international wahrscheinlich wertvollste Bestzeit Kebayas in diesem Jahr und bedeutet ebenfalls Rang 4 in der deutschen Bestenliste. Dann ging es zum Venedig Marathon, der drittgrößten Laufveranstaltung in Italien. Dort lief Kebaya nach starken Beginn - die Halbmarathon-Durchgangszeit betrug 1:15:23 Stunden - auf Platz 4 in 2:38:04, also einige Minuten über ihrer persönlichen Bestzeit. Der zweite Streckenabschnitt in Venedig war wegen viel Gegenwind schwerer zu laufen. Bei guten Bedingungen ist es für Kebaya sicher möglich, demnächst die 2:30 Stunden zu unterbieten.

Zuletzt war die Bambergerin beim Olympiapark Cross in München am Start. Als Titelverteidigerin versuchte sie, vom Start weg das Rennen zu gewinnen und setzte sich an die Spitze. Am Ende fehlte ihr wegen der vorherigen Rennen dann doch etwas die Spritzigkeit, und sie musste sich der österreichischen Mittelstrecklerin Julia Mayer im Endspurt knapp geschlagen geben.

Insgesamt verlief für Brendah Kebaya die Herbstsaison insgesamt sehr erfolgreich, der Leistungstrend zeigt nach wie vor nach oben. Ab nächstes Jahr ist die Kenianerin laut Mitteilung der LGB mit einem deutschem Pass und deutschem Startrecht ausgestattet. Damit kann sie an deutschen Meisterschaften teilnehmen und auch international für Deutschland starten.