Was für ein Wurf, was für ein Glück, was für ein Jubel! Jonas Höfner von den TSL-Bezirksliga-Handballern nahm sich fünf Sekunden vor Abpfiff der Partie beim TSV Hof aus extrem spitzem Winkel auf Außen die allerletzte Chance, traf und avancierte mit dem Tor zum 22:21 zum gefeierten Matchwinner für Lichtenfels.


Bezirksliga, Männer

TSV Hof -
TS Lichtenfels 21:22

Die Lichtenfelser um Philipp Rödel und Cornelius John haben nun den dritten Punktgewinn aus vier Spielen in der Tasche und gehören weiterhin dem Spitzenquartett der Liga an.
Lichtenfels hat es in Hof allerdings unnötig spannend gemacht. Nur zu Beginn lag die TSL knapp im Rückstand. Die Heimmannschaft lieferte sich mit dem Gast bis zur 18. Minute ein ausgeglichenes Spiel. Lichtenfels setzte sich dann mit drei Toren ab, was vor allem an den guten Würfen aus der zweiten Reihe von Cornelius John, Lukas Tremel oder Jonas Höfner resultierte und dem kontergefährlichen Wolfgang Schulze. Tim Renner und Jonas Ottolinger leisteten im Tor gute Paraden für die Gäste.
Den Drei-Tore-Vorsprung aus der Halbzeit (13:10) verwaltete die Rödel/John-Mannschaft lange Zeit, obwohl auch diesmal wieder eine hohe Quote an Technikfehlern zu verzeichnen war. Hof zeigte einen starken Kampfeswillen und ließ sich nicht abschütteln. Durch starke individuelle Standards sowie Eins-gegen-eins-Aktionen, brachten Maximilian Rudisch und Johannes Richter den TSV wieder auf Schlagdistanz (18:20/51.). Er profitierte vom Pech und Unvermögen des Lichtenfelser Angriffs und Christoph Radenz sorgte dafür, dass der TSV den 20:20-Gleichstand (54.) markierte.
Die nervliche Anspannung beider Teams in den letzten Minuten offenbarten je ein vergebener Siebenmeter. Philipp Mahler markierte noch den 21:20-Gästevorsprung, als kurz danach Lukas Tremel mit Zeitstrafe vom Feld geschickt wurde. Die Überzahl nutzte Johannes Richter zum erneuten Gleichstand für Hof (57.). Bis fünf Sekunden vor Schluss schaffte es keine Mannschaft, nochmals die gegnerische Abwehr zu durchbrechen.
Jonas Höfner hatte die letzte Möglichkeit des Spiels: Er setzte alles auf eine Karte, versenkte die Kugel aus "unmöglichem" Winkel zum glücklichen 22:21 für Lichtenfels in die Hofer Maschen und durfte sich von seinen Kollegen frenetisch feiern lassen.

TSV Hof: Weber/Bald - Hannemann (1), Schöpf (2), F. Rudisch (1), M. Rudisch (6), Schade, Chr. Rudisch (1/1), Radenz (2), Riedel (1) Richter (7) / TS Lichtenfels: Ottolinger/Renner - Ph. Rödel, M. Rödel (2), Brunner (1), Schulze (3), Ma. Macheleid, Joris Rießner (3), Tremel (2), Mahler (1), Jonathan Rießner, Söllner, John (5/2), Höfner (5/1)