Veronika schadeck

Die Gemeinde Küps kann bezüglich der Ertüchtigung der Hochwasserschutzeinrichtung in Au mit Förderungen bis zu 65 Prozent rechnen. Das erklärte Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) am Dienstagabend bei der Gemeinderatssitzung. Denn diese Maßnahme erfüllt den Tatbestand der Richtlinie zur Förderung von wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas).
Bereits im Juli 2017 habe sich der Marktgemeinderat mit den Ergebnissen des Hochwasser- und Rückhaltekonzepts befasst, erinnerte Rebhan. Im Oktober 2017 fand ein Sondierungsgespräch im Wasserwirtschaftsamt statt. Damals sei auch MdL (Mitglied des Landtages) Jürgen Baumgärtner mit anwesend gewesen. Es sei die Frage zu klären gewesen, ob die Ertüchtigung der Hochwasserschutzeinrichtungen (Dämme und Binnenentwässerung) eventuell vom Freistaat Bayern als staatliche Hochwasserschutzeinrichtung übernommen werden könnte. Laut Experten sei dies nicht möglich. Wie Rebhan erläuterte, wurde die Hochwasserschutzeinrichtung im Rahmen der Dorferneuerung Au als gemeindliche Einrichtung gebaut und ist dauerhaft als solche zu unterhalten und auch zu ertüchtigen.
Um jetzt in den Genuss der Fördergelder zu kommen, will der Markt nun eine Bestandsaufnahme mit anschließender Bedarfsplanung zum Hochwasserschutz Au ausschreiben und erarbeiten lassen.
Diskussionen gab es beim Bauantrag "Bau einer Produktionshalle" von Rudi Schindhelm in Schmölz. Hier befürchtete Marktgemeinderat Eugen Ge uther (FW) eine "Verschandelung des gesamten Landschaftsbilds". Helga Mück (VW) findet das Vorhaben positiv. Ihrer Meinung nach sollte die Halle jedoch in das Gelände "eingesenkt" werden.
"Das Unternehmen braucht eine ebenerdige Zufahrt und müsse deshalb auf dieser Höhe gebaut werden", so Thomas Friedlein (SPD). Er sprach von schwerem Material, mit dem der Betrieb beliefert wird. "Der Markt Küps ist nicht Eigentümer des Geländes", so Bürgermeister Bernd Rebhan. Er hoffe, dass die Gemeinde bald einen Bebauungsplan dort erstellen könne, allerdings müsse erst die Thematik "Lerchenhoftrasse" geregelt sein.


Wesentliche Punkte im Protokoll

Beim Punkt "Genehmigung des Protokolls" fragte Ralf Pohl (SPD), ob bei den Gemeinderatssitzungen Ergebnis- oder Verlaufsprotokolle geführt werden. Rebhan wies auf die Geschäftsordnung hin, wonach wesentliche Punkte im Protokoll festgehalten werden.
Um ein Beleuchtungskonzept ging es bei der "Unteren Straße" in Theisenort. Hier sprach sich das Gremium dafür aus, den Auftrag für den Neubau von acht und den Austausch von einer Brennstelle im Bereich der Dorferneuerung Theisenort/Untere Dorfstraße für 24 554 Euro an die Bayernwerk Netz GmbH zu vergeben. In Burkersdorf sollen im Bereich der Dorferneuerung zehn neue Brennstellen gebaut und acht vorhandene ausgetauscht werden. Die Kosten belaufen sich laut Angebot der Bayern Netz GmbH auf 33 076
Euro. Unter Punkt "Sonstiges" sprach Helga Mück (FW) die Windparkproblematik in Hain an. Die Bürger verstünden nicht, warum sich die Lärmmessungen so lange hinziehen. Die Entscheidung, so Rebhan, treffe das Landratsamt. Die Behörde habe eine Firma damit beauftragt. Allerdings müssen hier erst Witterungsverhältnisse stimmen, um ein "handfestes Gutachten" erstellen zu können. "Der Landrat hat um Verständnis gebeten."
Es folgte eine Menge an Informationen. Bezüglich der Baumaßnahme "Dorferneuerung Burkersdorf" mit der Ortsstraße "Burgkunstadter Straße" und "Am Bach" habe es - um eine größere Bieterzahl zu erreichen - eine erneute Ausschreibung geben. Der Gesamtleistungsumfang wurde in Einzelabschnitte aufgeteilt. Die Maßnahme "Untere Dorfstraße" in Theisenort wurde an die Firma STL Sonneberg zum Preis von 235 000 Euro vergeben. Die Sanierung des Rathausplatzes ging an die Firma Kürschner/Nordhalben zum Preis von 205 266 Euro.


Baubeginn Anfang Juli geplant

Die Baumaßnahme "Rückhalt am Ratzengraben" wurde an Zehe GmbH in Burkardroth mit einer Summe von 574 000 Euro vergeben. Der Baubeginn ist für Anfang Juli vorgesehen. Im Mai soll eine Informationsveranstaltung für die Anlieger stattfinden.
Weiterhin wies Rebhan darauf hin, dass im Zuge der Sanierung am Rathaus auch eine Stromtankstelle angebracht werden soll. Der Auftrag ging an die Firma Bayernwerk AG.Zudem erwähnte er die konstituierende Sitzung des Stiftungsrates für die "Stiftung unser Markt Küps". Zum Vorsitzenden sei er gewählt worden, sein Stellvertreter sei Manfred Pauli. Mittlerweile ist ein Betrag von 17 150 Euro als Grundstock eingegangen.