Auch die Themen Gewässerentwicklungskonzept und Hochwasserschutz wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats besprochen. Erich Hahn vom Ingenieur-Büro IBP, Kulmbach, stellte dem Gemeinderat das Gewässerentwicklungskonzept für den "Hutweidbach" und "Gasgraben" vor. Es zielt darauf ab, dass die Gewässer offen und frei fließen können. Roland Fischer (FW) bat, zu prüfen, ob der verrohrte Bereich im Unteren Anger unter Umständen wieder geöffnet werden könne. Die Umsetzung bestimmter Maßnahmen können mit Fördermitteln finanziert werden. Für das Gewässerentwicklungskonzept selbst hat die Gemeinde bereits einen Staatszuschuss von 32 392 Euro erhalten.
Bürgermeister Siegfried Decker verwies in diesem Zusammenhang auf das Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept mit der Niederschlagsabflussberechnung, das die besonders gefährdeten Gebiete bei Starkregen erfasst und kartiert hat. Betroffene Grundstückseigentümer könnten sich darüber jederzeit im Rathaus informieren und auch darüber, wie sie sich durch bauliche Maßnahmen selber schützen können.
Decker verwies auf mehrere Maßnahmen der Gemeinde Neuenmarkt. Die Planung für den Umgehungskanal sei kurz vor der Fertigstellung und werde mit den betroffenen Grundstückseigentümern abgestimmt.
Bürgermeister Decker: "Wir bemühen uns, den Hochwasserschutz Schritt für Schritt umzusetzen." Gleichzeitig verwies das Gemeindeoberhaupt auf das Gesetz zur Hochwasservorsorge: "Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen." Die Gemeindewerke werden sich Decker zufolge auch mit der Einführung von gesplitteten Abwassergebühren beschäftigen. Rei.