Die Änderung des Flächennutzungsplanes und Bebauungsplanes "Trasse alte BAB 9" wurde am Dienstagabend einstimmig als Satzung beschlossen. Damit hat der Gemeinderat die Voraussetzungen für die Schließung einer Baulücke geschaffen, in der zehn neue Bauplätze entstehen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres soll das Gelände erschlossen werden.
Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) stellte erfreut fest, dass es mit der Verlängerung der Königsberger Straße und diesem kleinen Baugebiet auch zu einem Zusammenwachsen der beiden Ortsteile Himmelkron und Lanzendorf kommt.
Die Stellungnahmen zu dem Projekt wurden mit dem Gemeinderat Punkt für Punkt abgearbeitet. So zum Beispiel befürchten die Grundstückseigentümer Marion und Ralf Mösch sowie Agnieszka und Adam Strzebinczyk in der Anbindung der Lindenstraße an die Königsberger Straße eine deutliche Zunahme des Durchgangsverkehrs, zumal der Gemeinderat dem Wunsch nach einer Einbahnregelung nicht nachkam. Sie forderten ein Verkehrsgutachten, das eine ganzheitliche Betrachtung der dortigen Verkehrsströme zum Inhalt hat. Dieses Gutachten wurde vom Gemeinderat nicht für notwendig erachtet. Aufgrund der Stellungnahme des Bayernwerkes wird die bestehende 20-kV-Freileitung, die über das Baugebiet führt, erdverkabelt. Hier muss die Gemeinde mit Kosten von rund 40 000 Euro rechnen. Das Entwässerungskonzept muss noch mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof abgestimmt werden.


Aufteilung spart viel Geld

Knapp eine halbe Million Euro wird die Gemeinde Himmelkron in diesem Jahr für die Erneuerung der Wasserversorgung in der Markgrafenstraße investieren. Noch im letzten Jahr hatte der Gemeinderat eine öffentliche Ausschreibung aufgehoben. Jetzt hat die Bauverwaltung die Sanierung in kleinere Projekte aufgeteilt, was zur Folge hat, dass die Gemeinde damit erheblich günstiger wegkommt. Standen im letzten Jahr für das Maßnahmenpaket noch Kosten von 1,6 Millionen im Raum, so muss Kämmerer Robert Gerstner jetzt nur noch mit Kosten von rund 700 000 Euro rechnen. Bürgermeister Gerhard Schneider: "Das Engagement des gemeindlichen Bauamtes hat sich gelohnt und jetzt wollen wir die Erneuerung der Wasserversorgung in der Markgrafenstraße auf den Weg bringen."
Die Arbeiten wurden an die Firma Luding GmbH, Regnitzlosau, mit einem Kostenvolumen von 486 153 Euro vergeben. Im letzten Jahr wurden die Teilmaßnahmen in der Erneuerung der Wasserversorgung am Häfnershügel (56 210 Euro) und im Egerländerweg (44 082 Euro) bereits abgerechnet. Die Wasserversorgung in der Markgrafenstraße soll von April bis August erneuert werden, beginnend mit der Anbindung am Sportplatz bis zum Anwesen Kluwe.
Auf die Frage von Gemeinderat Manuel Gumtow (FW), ob die Baumaßnahme das Straßenfest an Pfingsten beeinträchtigt, ließ Bürgermeister Gerhard Schneider wissen, dass lediglich eine halbseitige Sperrung vorgenommen wird und er davon ausgehe, dass die Firma Luding mit den Arbeiten am Sportplatz beginnt und damit der Ortskern um den Partnerschaftsplatz davon noch nicht berührt ist.