Dem Jahreslauf folgend machen sich heimischen Amphibienarten regelmäßig im Frühjahr (noch) auf den Weg zu ihren traditionellen Laichgewässern, um sich hier der Arterhaltung zu widmen. Doch für zahlreiche Tiere wird dieser Weg auch der letzte in ihrem Leben sein. Wortwörtlich kommen die so wertvollen Tiere unter die Räder der modernen Zivilisation.

Obwohl nur wenige Meter breit, stellt die stark befahrene Staatsstraße 2262 zwischen Trabelsdorf und Tütschengereuth für Erdkröte, Grasfrosch & Co. ein nahezu unüberwindbares Hindernis dar. Doch für die Amphibien führte bislang kein Weg daran vorbei. Die Tiere, die zwischen ihren Lebensräumen pendeln, müssen die Wegetrasse queren, um zu ihren Laichgewässern und wieder zurück in die Sommer- und Winterlebensräume zu gelangen.

Doch es gibt auch Hilfe für die Amphibien und zwar dank der Initiative des Vereins Artenschutz in Franken.

Durch die Installationen, der beidseits der Fahrbahn angebrachten mobilen Leiteinrichtungen, konnte die Zahl der getöteten Tiere bereits um rund 60 Prozent in den ersten Jahren gesenkt werden, teilt der Verein mit. Eine immense Herausforderung stellten bislang jedoch die Einfahrten in den Hauptort sowie zu den land- und forstwirtschaftlichen Flächen dar. Diese konnte nur sehr unzureichend abgesichert werden, was dazu führte, dass viele Tiere noch immer ihr Leben verloren. In einem weiteren Schritt, bei dem sich zahlreiche Kooperationspartner zusammengefunden hatten, konnten nun vor kurzem spezielle Amphibien-Stopprinnen in die Fahrtrassen eingebracht werden. Diese Rinnen können von Fahrzeugen überquert, von wandernden Erdkröten und Molchen jedoch nicht überwunden werden. Die Stopprinnen führen die Tiere sicher zu Aufnahmebehältern bzw. werden direkt von den Betreuern aufgenommen.

Dank an Sponsoren

Die Gemeinde Lisberg bedankt sich beim Artenschutz in Franken e.V., der federführend das Projekt angeleiert und verwirklicht hat. Neben der Planung und der Durchführung vor Ort sei es der Initiative auch zu verdanken, dass für das Projekt genügend Spenden eingenommen werden konnten, berichtet Lisbergs Bürgermeister Michael Bergrab (ÜPL). So habe die Firma Wohnzimmer Koch GmbH aus Bamberg, stellvertretend durch den Geschäftsführer Jürgen Koch, 5000 Euro für das Projekt gespendet. red