Trainer Jan-Wojciech Galeczka verfolgt ein Ziel mit dem Kreisligisten FC Marktgraitz. Er will besser abschneiden als in der Vorsaison. Konkret heißt das: mehr als 50 Punkte sammeln und eine bessere Platzierung als Rang 5. Nach der Hälfte der laufenden Spielzeit liegt der FC mit 23 Punkten und Platz 8 nicht ganz im Soll - und das ärgert den ehrgeizigen Trainer: "Es war mehr drin, wir haben einige Punkte liegen gelassen. Ich vermisse immer wieder den nötigen Biss." Gerade in Spielen gegen schwächere Teams passe sich seine Mannschaft zu oft dem Niveau des Gegners an. "Dabei haben wir viel Qualität im Kader. Nur können wir diese nicht konstant abrufen, weil das Engagement nachgelassen hat." Der Trainer beklagt vor allem die schwache Trainingsbeteiligung. Teilweise besuchen nur zehn Mann die Einheiten. Zu wenig, um konsequent Spielzüge, Laufwege oder Standardsituation einzustudieren. "Einige Spieler nehmen sich zu oft Auszeiten, dabei muss schon im Training die Bereitschaft da sein, sich zu quälen", fordert der 50-Jährige. Zudem kann Galeczka die Studenten Daniel Herz und Yannik Fischer nur punktuell einsetzen und sehnt die Rückkehr von Tobias Fischer-Mahr (Kapselverletzung im Zeh) herbei. Aktuell helfen immer wieder Spieler aus der zweiten Mannschaft aus. An Neuzugänge in der Winterpause glaubt der Trainer nicht. "Neue Spieler müssen uns weiterbringen und solche sind im Winter nur schwer zu finden - außerdem habe ich in dieser Saison auch viel Positives gesehen." So habe seine Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison kein Tief durchlaufen und regelmäßig gepunktet, die Defensive stehe gut, der Zusammenhalt im Team stimme. Genauso wie zum großen Teil die Ergebnisse. So hat sein Team erst viermal verloren. Aber auch schon fünfmal die Punkte geteilt. "Wie zuletzt beim 2:2 in Ludwigsstadt fehlt nicht viel für einen Sieg. Wir haben einen guten Kader, aber eben auch noch Luft nach oben." ter