Am 22. Februar findet der 9. Krebsaktionstag im Helios St. Elisabeth-Krankenhaus statt, auf den Angehörige, Betroffene und Interessierte zu Vorträgen rund um die Themen Diagnose Krebs, Therapie und Prävention eingeladen werden.

Damit bei den Patientinnen Schmerzen gelindert werden können, wurde ein spezielles Kissen entwickelt, das zum einen Schwellungen unter dem Arm lindern kann und zum anderen Spannungen und Schmerzen nach dem Eingriff minimieren soll. Da das Kissen die Form eines Herzens hat, hat es seinen Namen Herzkissen bekommen. Ursprünglich kommt die Idee dahinter aus Dänemark, inzwischen gibt es in ganz Deutschland ehrenamtliche Vereine, in denen Frauen diese Kissen für Brustkrebspatientinnen nähen.

Auch das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen möchte sich an dieser Aktion beteiligen und lädt Näher und Näherinnen aus dem gesamten Landkreis ein, Herzkissen für Brustkrebspatienten zu nähen. "Wir verteilen die Kissen am 22. Februar dann im Auftrag aller ehrenamtlichen Helfer an die Patienten", so Geschäftsführer Dr. Peter Hermeling. "Wir würden uns freuen, wenn sich viele Freiwillige an dieser gemeinschaftlichen Aktion beteiligen würden, um Menschen mit dieser Diagnose in ihrer schlimmsten Zeit zur Seite zu stehen. Wir haben uns außerdem entschlossen, dem Schöpfer des schönsten Kissens ein besonderes Dankeschön zukommen zu lassen."

Adresse für Nähanleitung

Die Nähanleitung kann über info.bad-kissingen@helios-gesundheit.de angefordert werden. Da Brustkrebspatienten aufgrund ihrer Behandlung häufig vorübergehend immunsuppressiv sind, wird darum gebeten, Stoffe zu wählen, die auf mindestens 60 Grad waschbar sind.

Mit 70 000 Neuerkrankungen pro Jahr, ist die Diagnose Brustkrebs mit die häufigste bei Frauen. Auf die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen sollte man daher auf keinen Fall verzichten. In der Zwischenzeit könne man sich aber auch selbst abtasten, so Dr. Hamdan Alhussein, Chefarzt für Gynäkologie am Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen. Dabei käme es vor allem darauf an, Veränderungen im Gewebe festzustellen, wie Knoten, schmerzhafte Stellen, Rötungen oder eine Vergrößerung der Brust. Auch die Lymphknoten unter den Achselhöhlen gilt es regelmäßig zu kontrollieren. Bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr werden auch Mammographie-Screenings empfohlen. Auch Männer können von Brustkrebs betroffen sein, aber dies ist seltener der Fall. red