Es sind altbekannte Gesichter, die von den Wänden lächeln, aber auch junge musikalische und sportliche Talente sowie Personen, die mit ihrer Arbeit oft hinter den Kulissen stehen. Sie alle vereint die Leidenschaft für das, was sie tun, und ihre Verbundenheit mit der Heimat.
"Der Höchstadter ist das Prachtexemplar des Franken", leitet Susanne Gabler ihre Ausstellung humorvoll ein und berichtet, dass der Höchstadter aber auch tiefgründig und engagiert sein kann. Über die vergangenen drei Jahre hinweg kam sie durch ihre Stelle als Kulturmanagerin mit vielen Bürgern in Kontakt, "die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird".
Inspiriert von der Begeisterung, mit der sich die Menschen ihrem Hobby oder Beruf widmen, wuchs in ihr der Wunsch, eine Ausstellung für diese zu gestalten. Als gelernte Fotografin zückte sie dann die Kamera und lichtete ihre Models sowohl in Schnappschüssen als auch in inszenierten Szenarien ab und bearbeitete die Bilder, je nachdem, was sie ausdrücken sollen. So entstand ein Herzensprojekt, das vielen anderen Herzensprojekten eine Bühne bietet.


Werbung für das eigene Hobby

Dazu gehören zum Beispiel die Höchstadter Musketiere mit Peter Lorz, der für das Foto hervorgehoben wurde und sich für historische Veranstaltungen begeistert: "Man kann in eine andere Zeit abtauchen, ohne den Druck der Moderne und das Miteinander genießen", schildert er und hofft, dass durch die Aktionen auch das Interesse der Bevölkerung für die vergangenen Zeiten geweckt wird.
Zu den Überraschungskandidaten der ausgestellten Persönlichkeiten zählen wohl auch Katrin und Olaf Krisch, die in der Volkstanzgruppe aktiv sind und gerne die Tradition pflegen. "Ich tanze bereits seit 45 Jahren und es macht mir immer noch Spaß. Am Volkstanz gefallen mir auch die Trachten und das Miteinander in der Gruppe", berichtet Katrin Krisch.
Die Ausstellung kann von Freitag, 3. August, bis Sonntag, 5. August, von 17 bis 18 Uhr besucht werden und wird auch nach dem Festwochenende des Höchstadter Kulturfeuerwerks erst einmal hängen bleiben. Sie ist schlicht gehalten. Kleine Namensschilder verraten die Leidenschaft der Porträtierten und über ihnen heben sich die großformatigen Fotografien von den gemauerten Wänden des neu renovierten Heizhauses ab. Trotz der Bauzäune außerhalb und ein paar Kabeln, die noch aus der Decke hängen, können die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten mit ihrer Atmosphäre punkten. Der Sitzbereich draußen im Schatten des großen Baumes und der Übergang zur Aischwiese wurden pünktlich zum Abschlusswochenende der Kulturmeile eingerichtet, die offizielle Einweihung folgt im Herbst.