"Sie haben eine Ausstrahlung, die anzieht und mitreißt und mit Ihren 80 Jahren noch viel kreative Kraft. Sie schenken Menschen durch Ihre Bilder ein Lächeln, bereichern sie", drückte Oberbürgermeister Henry Schramm seine Bewunderung aus für Helga Hopfe, die "Grande Dame" der Kulmbacher Kunstszene. Anlass dafür war die Vernissage zur Ausstellung "Spätlese", eine umfassende Werkschau im Badhaus, die einen großen Teil ihres Schaffens vorwiegend aus den letzten drei Jahren zeigt.

Über 50 Bilder geben Einblick in die Seele der Künstlerin, die mit ihren Landschaftsmotiven, Tierporträts und weichen Schattierungen ruhige Schönheit, ein bisschen Hoffnung auf eine heile Welt ausdrücken. Gegenständliches und Abstraktes, Strukturelles und Figürliches sind ihr Metier, sie wagt sich auch schon mal an Frivoles wie den Akt "Rotschöpfchen".

Üppige Farbenpracht

Es ist eine üppige Farbenpracht, die der Betrachter zu sehen bekommt, Rot und Blau herrschen in einer fast überbordenden Intensität vor.

Helga Hopfe arbeitet vorwiegend in Acryl, nutzt aber auch verschiedene andere Materialien wie Asche und Sand. Sie vermag Stimmungen und die Freude am Leben in leicht dosierter Mischung widerzuspiegeln. Die Malerin, gebürtig in Oelsnitz im Vogtland und seit über 20 Jahren in Mainleus wohnhaft, ist freischaffende Künstlerin und hat sich in über 100 Ausstellungen auch im Ausland einen Namen gemacht.

Für Landrat Klaus Peter Söllner ist Helga Hopfe ein gutes Beispiel, wie man Kunst unspektakulär zu den Menschen bringen kann. Spürbar sei ihre Freude am Leben. "Sie sind ständig auf der Suche nach Kreativem", betonte Horst Hermann Hofmann, Vorsitzender des Bundes Fränkischer Künstler.

Die Hochgelobte selbst nannte die Natur inspirierend.

Sabine (Gesang) und Kurt Schleicher (Gitarre) brachten ihre Gedanken zu den Bildern musikalisch vor.