Andreas Dorsch Wie ein Damoklesschwert hängen seit Jahren schon Nachforderungen vom Finanzamt und der Rentenversicherung über dem Höchstadter Eishockeyclub (HEC). Konkret geht es dabei um noch zu leistende Zahlungen aus den Jahren 2010 bis 2013.

Um diese Forderungen bedienen zu können, hatte der Verein am Samstag zu einer außerordentlichen Hauptversammlung geladen, in der die HEC-Mitglieder der Aufnahme eines höheren, längerfristigen Kredits zustimmten.

Verhandlungen laufen noch

Wie Vizepräsident Dominik Rogner auf Anfrage des FT erklärte, sei man damit gerüstet, die alten Schulden begleichen zu können. Um welche Summe es dabei allerdings geht, wollte Rogner auf Anraten des Vereins-Anwalts nicht verraten, zumal die Verhandlungen mit den Behörden noch laufen. Die Rückzahlung des Kredits dürfte vom Verein aber ohne große Probleme zu stemmen sein, meint Dominik Rogner.

Natürlich war in der Versammlung auch die sportliche Seite Thema. Zur aktuell weniger erfreulichen Tabellensituation der Oberliga-Mannschaft habe es viele Fragen gegeben, berichtet Rogner aus der nicht öffentlichen Versammlung.

Ziel ist Platz zehn

Bewusst habe man in dieser Saison am Etat der ersten Mannschaft gespart und mehr junge Spieler verpflichtet. An ihnen liege es aber nicht, wenn derzeit die Siege ausbleiben. Bisher sei man auch vom Pech nicht verschont geblieben. Ziel sei nach wie vor Platz zehn in der Hauptrunde der Oberliga Süd, der dritthöchsten Klasse im deutschen Eishockey. Rogner: "Dafür müssen wir vielleicht noch den einen oder anderen Spieler holen, der uns hilft."

In der Versammlung erfuhren die Mitglieder auch, dass sich für den zu kleinen ViP-Raum im Eisstadion eine Lösung abzeichnet. Auf dem an die Eishalle angrenzenden ehemaligen Kinder-Bereich des Freibads sollen Container aufgestellt werden, in denen sich Sponsoren und andere Gäste des HEC austauschen und auch mal etwas essen können.