Es kann jeden völlig unvorbereitet treffen: Erst stellt man ein paar kleine weiße Hautflecken fest, die sich dann häufig vergrößern. Betroffene und Ärzte sind oft ratlos, werten die Flecken als rein kosmetisches Problem. "Dass es sich bei der Weißfleckenkrankheit Vitiligo um eine ernste Krankheit mit weitreichenden Folgen für das tägliche Leben handelt, wissen noch zu wenige", sagt Georg Pliszewski, Vorsitzender des deutschen Vitiligo-Bunds, der am Samstag, 23. Juni, in Erlangen den dritten Deutschen Vitiligo-Tag organisiert. Die Veranstaltung findet von 9 bis 17 Uhr in den Hörsälen Medizin des Universitätsklinikums Erlangen, Ulmenweg 18, statt. Der Eintritt ist frei und eine Voranmeldung nicht nötig, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität.


Ursachen sind unklar

Vitiligo ist eine chronische Hauterkrankung. Bei den Betroffenen liegt eine Störung der pigmentbildenden Zellen vor, so dass auf ihrer Haut weiße Flecken entstehen, die mit den Jahren immer größer werden. Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht hinreichend geklärt. Die Theorien reichen von der Annahme eines genetischen Defekts bis hin zur Theorie, dass der Mechanismus der Depigmentierung durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird. Es ist wahrscheinlich, dass ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren Vitiligo auslöst.
Unter der sogenannten Weißfleckenkrankheit leiden ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung, unabhängig davon, welchem Geschlecht sie angehören oder welche Hautfarbe sie haben. Auf dem deutschen Vitiligo-Tag kommen Ärzte, Medizinproduktehersteller, Therapieanbieter und Selbsthilfegruppen zusammen und stehen den Betroffenen, ihren Angehörigen und Freunden zur Seite. Neben Informationsständen gibt es auch ein breit gefächertes Vorlesungsprogramm. Mehr Informationen zum deutschen Vitiligo-Tag gibt es auf www.vitiligo-bund.de. red